Immer wieder liest man von Brennpunktschulen in Österreich. Dem soll ab dem kommenden Schuljahr der sogenannte Chancenbonus des Bildungsministeriums entgegenwirken. So sollen künftig 244 Volks- und 156 Mittelschulen mit mehr Pädagogen, Psychologen und Sozialarbeitern ausgestattet werden.
Betroffen sind von der Maßnahme Schulen, in denen mehrere Kinder mit schwierigen Lernvoraussetzungen ihre Bildung erhalten sollen. Ziel sei es, die Lernmotivation, das schulische Wohlbefinden und den Erfolg der Schüler zu verbessern, berichtet die "Kleine Zeitung".
Laut dem Bericht hänge die Bildungslaufbahn der Kinder in Österreich – viel stärker als in anderen Ländern – davon ab, wo die Eltern herkommen und welchen Bildungsabschluss sie mitbringen. Erst in der vergangenen Woche habe eine Studie gezeigt, dass sich auch der Schüler-Mix am Standort auf die Leistungen auswirkt. Verglichen wurden hier Kinder am Ende der Volksschulzeit – mit brisanten Ergebnissen.
Demnach hätten Schulen mit dem höchsten Anteil an Migrantenkindern aus bildungsfernen Familien beim Lesen 22 Lernmonate Rückstand auf Schulen, die von vielen Kindern mit deutscher Muttersprache besucht werden. Auch die Eltern dieser Kinder hätten öfter einen höheren Bildungsabschluss.
Laut Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) soll mithilfe des Chancenbonus das Potenzial der Kinder und Jugendlichen in den Vordergrund gestellt werden. Der Bildungshintergrund der Eltern solle nicht mehr so viel Auswirkung haben.