"Brennpunktschule" in Wien

Direktorin: "Schüler hinken zwei Jahre hinterher"

Die Leiterin der Volksschule am Schöpfwerk in Wien-Meidling beschreibt die Realität an ihrer Schule. Schon die Jüngsten haben große Probleme.
Österreich Heute
20.03.2026, 16:36
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Es ist ein Phänomen vor allem in den heimischen Großstädten. In "Brennpunktschulen" gibt es nur mehr wenige Schüler, die richtig Deutsch können. Es ist keine Seltenheit, dass bereits Volksschüler zweimal innerhalb der ersten vier Schulstufen sitzenbleiben.

Diese Schuldirektorin beschreibt die Realität, vor allem die Deutschkenntnisse betreffend: "Schon wenn die Kinder in die Schule kommen, haben sie ungefähr einen Rückstand von zwei bis drei Jahren. Und diesen Rückstand können sie bis zum Ende der vierten Klasse nicht aufholen", das sagt Saskia Hula, Direktorin der Volksschule am Schöpfwerk in Wien Meidling im ORF-Radio, “die Kinder lernen so viel wie andere, aber sie beginnen halt woanders.

Bildungsferne Schichten

Sechs Jahre lang dauert es laut Experten, bis man die Sprache richtig lernt. Allerdings: "Mit zehn Jahren hinken sie schon zwei Jahre hinterher." Schuld sei nicht eine andere Muttersprache, sagt sie, sondern, dass diese Kinder aus bildungsfernen Schichten kommen.

Überraschend: "Manchmal machen wir irrtümlich einen Sprachtest mit einem Kind, das Deutsch als Muttersprache eingetragen hat. Wir stellen dann fest, dass es auch keinen ausreichenden Sprachstand hat", sagt die Direktorin im ORF.

Im kommenden Schuljahr startet das Chancenbonus-Programm für Brennpunktschulen in ganz Österreich. An 244 Volksschulen und 156 Mittelschulen sollen dadurch mehr Lehrer, Sozialarbeiter, Psychologen und andere Fachleute in geplantem Umfang von 800 Vollzeitäquivalenten zum Einsatz kommen. Die meisten der Standorte befinden sich in Wien, Oberösterreich und der Steiermark. Auch hier in Wien-Meidling wurden Hilfen beantragt.

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Hintergrund: In Deutsch hinken nach vier Jahren Volksschule die Schlechtesten den Besten um bis zu 22 Monate hinterher. Und das bei Zehnjährigen. "Das ist gewaltig und muss reduziert werden, damit alle Kinder in Österreich gute Bildungschancen bekommen", sagt Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos).

Sein Chancenbonus soll genau dort ansetzen. Schulen, die besondere Herausforderungen haben, werden mehr gefördert. Damit sollen die Kinder zum Beispiel dort bessere und intensivere Deutschförderung erhalten. Wiederkehr erhofft sich dadurch, die Kluft zu minimieren. Wie schnell? "Maßnahmen im Bildungsbereich sind immer mittelfristig."

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.03.2026, 16:36
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