Volksschule in Wien-Meidling

"Tochter wurde gemobbt, weil sie perfekt Deutsch kann"

Eine besorgte Mutter beschreibt, was ihre Tochter in einer Volksschule erlebt hat. Ihr Ausweg war eine teure Privatschule.
Wien Heute
27.02.2026, 20:00
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Dauerbrenner Bildung: Besonders in Wien gibt es "Brennpunktschulen", in denen kaum Deutsch gesprochen wird. "Heute"-Leserin Victoria K. beschreibt die Zustände, die ihre Tochter in der Volksschule in Wien-Meidling erlebte.

"Sie wurde als einziges Deutsch sprechendes Mädchen in ihrer Klasse, sowie als einzige Österreicherin ohne Migrationshintergrund in ihrer Klasse gemobbt und gedemütigt", erinnert sich die Mutter an die Zeit vor etwa zwei Jahren. Ihre Tochter – mittlerweile neun Jahre alt – wurde aus der Klassengemeinschaft ausgeschlossen: "Niemals haben sie andere Kinder eingeladen, da sie ja nicht deren Sprache spricht."

Es war nicht nur die Sprache, die abgrenzte, beschreibt Victoria K.: "Sie durfte nicht einmal essen, was sie mitbekommen hat." Zumindest schief angeschaut und auch blöd angesprochen wurde das Kind, wenn sie kurze Kleider anhatte. Bald bestand die Tochter darauf, auch an heißen Tagen lange Leggings anzuziehen.

Magere Bilanz nach einem halben Jahr

Besonders schlimm: Auch die Bildung blieb weit hinter den Erwartungen der Eltern zurück. "Nach einem halben Jahr konnten die Kinder gerade 'Mama', 'Mimi', 'im', 'am' und 'um' schreiben", die Eltern setzten alles daran, daheim der Tochter auch das Schreiben beizubringen.

Eltern fanden nur einen Ausweg

Doch es reichte nicht, schon bald war entschieden, das Kind kommt in eine Privatschule. Ein weiterer ausschlaggebender Faktor war, dass der Klassenlehrer auf die Probleme angesprochen, nur meinte: "Was sollen wir da machen, wir haben keine Chance", erinnert sich Victoria K.

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