ÖVP übt scharfe Kritik

Drogen-Probleme in Mariahilf – "Stadt schaut weg"

Die Drogen-Szene rund um das Jedmayer-Grätzel breitet sich aus. Anrainer fühlen sich zunehmend unsicher. Die Volkspartei fordert sofortiges Handeln.
Wien Heute
26.02.2026, 05:30
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Rund um die Drogenberatungseinrichtung Jedmayer breitet sich die offene Drogenszene immer weiter aus. Mit den wärmeren Temperaturen verlagert sich das Problem zunehmend in den öffentlichen Raum – und betrifft inzwischen große Teile von Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus.

Anrainer berichten von wachsender Verunsicherung und zunehmenden Zwischenfällen auf den Straßen. Gerhard Hammerer, Obmann der Volkspartei Mariahilf, wirft der Stadtregierung von SPÖ und Neos politisches Wegschauen vor: "Seit Jahren wird beschwichtigt, passiert ist nichts. Das für Ende 2025 angekündigte Konzept von Drogenkoordinator Ewald Lochner liegt bis heute nicht vor."

"SPÖ-Neos-Stadtregierung schaut weg"

Felix Ofner, Obmann der Volkspartei Rudolfsheim-Fünfhaus, kritisiert, dass SPÖ-Stadtrat Hacker nur auf mehr Polizei setzt, statt bewährte Maßnahmen wie Alkoholverbotszonen einzuführen. "Selbst funktionierende Modelle aus anderen Hotspots werden hier verweigert", so Ofner.

Hammerer appelliert zudem an die designierte SPÖ-Bezirksvorsteherin Julia Lessacher: Eine Anrainerversammlung sei bereits im September 2024 zugesagt worden, bisher habe jedoch nichts stattgefunden.

ÖVP fordert Maßnahmen

Angesichts der aktuellen Entwicklungen fordert die Volkspartei einmal mehr die Umsetzung ihres 5-Punkte-Pakets für mehr Sicherheit:

Plan für mehr Sicherheit:

  • Alkoholverbotszone im Bereich der U6-Station
  • Permanenter Sicherheitsdienst der Wiener Linien
  • Schutzzonen für Anrainer
  • Regelmäßige Reinigung der betroffenen Bereiche
  • Notrufsäulen und Videoüberwachung

"Die Lage spitzt sich weiter zu. Jeder weitere Monat ohne Maßnahmen geht auf Kosten der Sicherheit. Wien braucht jetzt Umsetzung statt weiterer Ankündigungen", so Hammerer und Ofner.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.02.2026, 05:30
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen