Streit um Bücherei

Ramadan-Auslage – ÖVP stellt Anfrage an Stadt Wien

Ramadan-Bücher in der Auslage einer Bücherei der Stadt sorgen für Kritik. Die ÖVP ortet ein Ungleichgewicht bei religiösen Themen und will Antworten.
Wien Heute
19.03.2026, 14:00
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Wirbel um eine Bücherei der Stadt Wien in Döbling: Die Wiener ÖVP übt scharfe Kritik an der Auslagengestaltung einer Filiale in der Billrothstraße. Konkret geht es um die Darstellung von Ramadan und Ostern – "Heute" berichtete.

„Das islamische Fest wird religiös erklärt, das christliche Fest wird profanisiert. Genau dieses Ungleichgewicht wirft Fragen auf“
Caroline HungerländerÖVP-Gemeinderätin

Gemeinderätin Caroline Hungerländer sieht dabei ein klares Ungleichgewicht. "Während der Ramadan und der Islam in den Wiener Büchereien religiös erklärt und sichtbar gemacht werden, reduzieren sich die Bücher zu Ostern vielfach auf Osterhasen, Eier und Frühlingssymbole. Das islamische Fest wird religiös erklärt, das christliche Fest wird profanisiert. Genau dieses Ungleichgewicht wirft Fragen auf", so Hungerländer.

Hungerländer fordert Ausgewogenheit

Für die ÖVP ist klar: Wenn religiöse Themen gezeigt werden, dann müsse das ausgewogen passieren. "Die SPÖ-Neos-Stadtregierung muss sich daher die Frage gefallen lassen: Wie hältst du es mit der Religion? Wer bei einem Fest den religiösen Kern betont, darf ihn beim anderen nicht einfach ausblenden", erklärt Hungerländer weiter.

Zusätzlich sorgt bei der ÖVP-Politikerin ein Detail für Verwunderung: In der Auslage war auch ein Ramadan-Kalender mit Logo der Stadt Wien zu sehen. Die Volkspartei will nun genau wissen, wie es dazu kam.

ÖVP hat 16 Fragen an die Stadt

Dazu wurde nun von der Wiener ÖVP eine umfangreiche Anfrage mit insgesamt 16 Fragen eingebracht. Darin geht es unter anderem um die Kriterien für solche Auslagen, mögliche Förderungen und die Rolle der Stadt bei der Auswahl der Inhalte.

"Offenbar braucht es mittlerweile schon Nachhilfe, damit in Wiener Büchereien auch christliche Feste in ihrem eigentlichen Gehalt erklärt werden", so Hungerländer.

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