In Ottakring geht eine politische Ära zu Ende: Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze der Bezirkspartei tritt Christian Oxonitsch ab. Bei der Bezirkskonferenz wurde er von rund 300 Funktionären verabschiedet – emotional und mit viel Applaus.
Der langjährige Vorsitzende, der weiterhin im Nationalrat bleibt, blickte auf seine Zeit zurück und zeigte sich bewegt: "Die SPÖ Ottakring hat mein politisches Leben von Klein auf geprägt. Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich für das Vertrauen bin, das mir hier über so viele Jahre entgegengebracht wurde."
Zur neuen Parteichefin wurde Gemeinderätin Susanne Haase gewählt – mit deutlicher Zustimmung. In ihrer ersten Rede würdigte sie ihren Vorgänger: "Was er in den letzten Jahrzehnten für Bezirk, Stadt, Land und vor allem auch für die Partei geleistet hat, lässt sich in Worten kaum beschreiben. Ohne Christian Oxonitsch wäre die Bezirkspartei heute nicht dort, wo sie ist."
Für Haase beginnt damit ein neuer Abschnitt. "Die SPÖ Ottakring ist seit über 20 Jahren meine politische Heimat und Basis. An der Spitze dieser Organisation zu stehen, ist eine unglaubliche Ehre und Auszeichnung, der ich mit großer Demut begegne. Gemeinsam mit unserem starken Team werden wir daran arbeiten, dass Ottakring auch in Zukunft ein solidarischer und lebenswerter Bezirk bleibt."
Auch aus der Parteispitze gab es Lob und Dank: "Die SPÖ Ottakring war immer ein stabiler und wichtiger Faktor in unserer Organisation. Das liegt zu einem großen Teil an Christian Oxonitsch, der diese Entwicklung über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt hat – mit großem Engagement für den Bezirk, für Wien und für unsere sozialdemokratische Bewegung. Dafür gebührt ihm mein großer Dank", so Bürgermeister Michael Ludwig." Gleichzeitig gratuliere ich Susanne Haase sehr herzlich zu ihrer Wahl als neue Vorsitzende. Ich bin davon überzeugt, dass die SPÖ Ottakring den erfolgreichen Weg mit ihr an der Spitze fortsetzen wird."
Auch Vizekanzler Andreas Babler meldete sich zu Wort: "Die SPÖ Ottakring – und allen voran Christian Oxonitsch – hat immer vorgelebt, wie man Solidarität, Zusammenhalt und soziale Verantwortung in der Kommunalpolitik verbindet. Dieses Engagement ist Vorbild für die gesamte Partei und weit über die Bezirksgrenzen hinaus spürbar. Für diesen unermüdlichen Einsatz möchte ich mich herzlich bedanken. Gleichzeitig wünsche ich Susanne Haase für ihre neue Aufgabe viel Kraft und Erfolg."
Der neue Vorstand soll bereits in den kommenden Tagen seine Arbeit aufnehmen. Gemeinsam mit Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp will Haase den bisherigen Kurs weiterführen – gleichzeitig aber auch neue Impulse setzen.
Ein besonderes Anliegen ist ihr, noch mehr Menschen einzubinden. Zum Start richtet sie daher einen klaren Appell an die Bevölkerung: "Unsere Türen stehen offen. Kommen Sie vorbei, rufen Sie an, schreiben Sie uns. Wir verstehen uns als Bewegung, die davon lebt, mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu treten."