Im Bundesländer-Vergleich

Wiener Volksschüler der 4. Klasse sind am schlechtesten

Wiens Volksschüler der vierten Schulstufe liegen in allen getesteten Bereichen österreichweit am Ende, kritisieren ÖVP und FPÖ.
Wien Heute
16.03.2026, 11:30
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Laut der aktuellen Kompetenzmessung "iKMPLUS" schneiden Wiener Volksschüler der vierten Schulstufe im Bundesländervergleich in allen getesteten Bereichen (Mathematik, Lesen, Zuhören und Schreiben) am schlechtesten ab, wie die "Krone" berichtet.

In der Bundeshauptstadt konnten nur 77 Prozent die Standards in Mathematik erfüllen. Zudem erreichte nicht einmal jeder zweite Volksschüler (48 Prozent) die Anforderungen in Deutsch (Lesen) – "Heute" berichtete. Kritik zu den Ergebnissen kommt etwa vom Klubobmann und Bildungssprecher der Wiener Volkspartei, Harald Zierfuß: "Die Zahlen sprechen eine klare Sprache", betont er in einer Aussendung.

Rückstand von einem halben Lernjahr

Vor allem bei der Lesekompetenz zeigt sich das Problem besonders deutlich. Die Studienautoren beziffern den Rückstand der Wiener Schülerinnen und Schüler gegenüber dem österreichweiten Durchschnitt auf "beinahe ein halbes Lernjahr". "Seit Jahren liefert die SPÖ-Neos-Stadtregierung neue Erklärungen, aber keine echte Verbesserung", kritisiert Zierfuß.

Die größte Baustelle sieht er aber nach wie vor bei der Deutschförderung vor dem Schuleintritt. "Wenn Kinder in Wien geboren werden, hier den Kindergarten besuchen und trotzdem mit massiven Deutschdefiziten in die Schule starten, dann zeigt das das Versagen der rot-pinken Bildungspolitik besonders deutlich. Was im Kindergarten versäumt wird, kann später oft nie wieder aufgeholt werden", so Zierfuß.

System aus dem Gleichgewicht geraten

Scharfe Kritik kommt auch vom Klubobmann der Wiener FPÖ, Maximilian Krauss: "Wenn Wiener Volksschüler in allen zentralen Kompetenzen deutlich hinter dem Österreich-Schnitt liegen, dann zeigt das, dass das System massiv aus dem Gleichgewicht geraten ist."

Der Wiener FPÖ-Klubobmann fordert einen sofortigen Kurswechsel in der Wiener Bildungspolitik. "Wir brauchen sofort eine verpflichtende Sprachstandsfeststellung für Kinder bereits im Alter von drei Jahren. Werden dabei Defizite festgestellt, müssen verpflichtende Deutschkurse für die Kinder und auch für deren Eltern folgen", betont Krauss.

Forderung nach effizienter Bildungspolitik

"Es darf nicht länger zugesehen werden, wie ganze Generationen von Kindern durch ein gescheitertes System benachteiligt werden. Wien braucht endlich eine effiziente Bildungspolitik, bevor sich die Situation noch mehr verschlimmert", so Krauss abschließend.

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