Immer wieder kommen Wiens Schulen in die Schlagzeilen. Massive Deutschprobleme und eine steigende Zahl an Schulschwänzern bereiten der Opposition massive Kopfschmerzen. Nun sorgt ein weiteres Thema für Aufsehen: Die Zahl der Sitzenbleiber hat sich seit dem Schuljahr 2020/21 verdoppelt.
Die Wiener ÖVP schlägt Alarm: Aus einer Anfragebeantwortung geht hervor, dass sich der Trend bei den Sitzenbleibern stark negativ entwickelt. Lag die Zahl der Klassenwiederholungen in den Volksschulen im Schuljahr 2020/21 noch bei 2.746 Schülern, mussten im Schuljahr 2024/25 bereits 5.443 Kinder eine Klasse wiederholen.
In den Mittelschulen (Sekundarstufe I) hat sich die Zahl der Sitzenbleiber von 1.707 im Schuljahr 2020/21 auf 3.982 im Schuljahr 2024/25 sogar mehr als verdoppelt. In öffentlichen Volksschulen nahm die Zahl der Sitzenbleiber um 70 Prozent zu, in Mittelschulen sogar um 112 Prozent.
Die ÖVP übt scharfe Kritik an der Wiener Stadtregierung und spricht von einem "Bildungsversagen". Laut Klubobmann Harald Zierfuß hat sich die Situation seit der Regierungsbeteiligung der Neos deutlich verschlechtert. "Egal, welche Kennzahl man im Wiener Bildungssystem betrachtet: Nach fünf Jahren rot-pinker Verantwortung hat sich keine verbessert – im Gegenteil, alle sind massiv schlechter geworden", wirft er der Stadtregierung vor.
Laut Zierfuß fehlt es den Neos an einer klaren Strategie für die Schulen. "Es braucht endlich wieder den Blick nach vorne in dieser Stadt. Stattdessen werden von Rot-Pink Probleme ignoriert und Lösungsansätze abgelehnt", sagt er.