Der SPÖ-Rathausklub trifft sich ab Donnerstag (12.3.) zu einer Arbeitsklausur im Burgenland. Rund 160 Delegierte sind zur Klubtagung nach Andau eingeladen, darunter Mitglieder des Stadtsenats, das Klubpräsidium sowie alle Mandatare des Wiener SPÖ-Klubs. Die Tagung steht unter dem Motto "Wien voran: Arbeit, Aufschwung, Zukunft". Ziel sei es, die nächsten Meilensteine für ein gutes Leben in Wien aufzuzeigen.
Ein zentrales Thema bei der Klubklausur der SPÖ Wien im Burgenland ist dier Lebensqualität in Wien. Im Rahmen der Initiative "Raus aus dem Asphalt" werden nun auch Bahnhofsvorplätze umgestaltet. Ziel sind mehr Grünflächen, kühlere Plätze und mehr Sicherheit.
Seit dem Start der Offensive wurden laut Stadt bereits über 340 Klimaprojekte umgesetzt und rund 3.300 Bäume im Straßenraum gepflanzt. Nach der Umgestaltung des Pratersterns und den Arbeiten am Julius-Tandler-Platz folgen weitere Projekte. Beim Hauptbahnhof in Wien-Favoriten startet heuer die erste Bauphase: 3.500 Quadratmeter Fläche werden entsiegelt, 35 neue Bäume gepflanzt. "Mehr Begrünung zieht mehr Menschen an einen Ort an. Mehr Frequenz bedeutet mehr soziale Kontrolle und höhere Sicherheit", so Ludwig.
Der Maria-Restituta-Platz am Handelskai soll im Sommer fertig sein. Dort werden 6.000 Quadratmeter entsiegelt, 13 Bäume gepflanzt sowie Wasserspiel und Trinkbrunnen errichtet. Auch der Franz-Jonas-Platz am Bahnhof Floridsdorf soll weiter verbessert werden. Es wurden bereits rund 2.000 Ideen aus der Bevölkerung gesammelt.
Neu angekündigt wurde zudem die Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes bei der Station Aspern Nord. Geplant sind 11.000 Quadratmeter entsiegelte Fläche, 75 neue Bäume und 2.000 Quadratmeter Grünflächen. Auch ein Brunnen, schattige Aufenthaltsbereiche und eine Fußgängerzone sind vorgesehen. Die Fertigstellung ist für Sommer 2026 geplant.
Die Wiener Bezirke sollen künftig mehr finanziellen Spielraum bekommen. Laut Ludwig haben sie 2026 mit gleichbleibenden Budgets zur Konsolidierung beigetragen. Ab 2027 sollen die Bezirksmittel wieder steigen – um rund 27 Millionen Euro, also etwa zehn Prozent. Damit sollen die Bezirke eigene Projekte stärker vorantreiben können.
Neben Stadtprojekten sprach Ludwig auch über große politische Themen. Angesichts internationaler Spannungen forderte er ein starkes Europa. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung von leistbarem Wohnen. Die Wiener Wohnbau-Offensive soll von 22.200 auf 22.800 Wohnungen ausgeweitet werden – 600 mehr als ursprünglich geplant. Eine Privatisierung von Wohnungen schloss Ludwig aus.
Auch wirtschaftlich sieht der Bürgermeister Wien auf Kurs. Die Stadt erwirtschafte mittlerweile eine prognostizierte Wirtschaftsleistung von 130 Milliarden Euro und damit mehr als ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung Österreichs. Mit rund 933.000 Beschäftigungsverhältnissen habe Wien zudem einen historischen Höchststand erreicht. In den vergangenen fünf Jahren seien mehr als 90.000 neue Arbeitsplätze entstanden. "Wien ist eine motivierte, optimistische Stadt", sagte Ludwig. Gerade in schwierigen Zeiten gehe die Stadt Schritt für Schritt in Richtung Zukunft.