Steigende Gaspreise sorgen für Alarmstimmung im Wiener Rathaus: Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) fordert jetzt einen klaren Kurswechsel – weg von Gas und Öl, hin zu erneuerbarer Energie.
„Nur heimische Energie garantiert stabile Preise und eine sichere Versorgung“Jürgen CzernohorszkyKlimastadtrat (SPÖ)
"Solange wir mit Gas und Öl heizen, sind wir von ausländischen Energielieferungen abhängig. Nur der Gasausstieg schont langfristig das Geldbörserl der Wienerinnen und Wiener. Er ist einer der wichtigsten Schritte überhaupt, wenn es darum geht, unsere Lebensqualität zu sichern", so Czernohorszky. Dabei gehe es nicht nur um den Schutz des Klimas, sondern darum "die Kontrolle über unsere Energiepreise zurückzugewinnen. Nur heimische Energie garantiert stabile Preise und eine sichere Versorgung", betont der Klimastadtrat.
Vom Bund verlangt Czernohorszky ein deutliches Signal. "Ein Bundesklimagesetz mit einem fixen Ausstiegsdatum ist ein Muss für die Unabhängigkeit Österreichs von ausländischen Energielieferungen."
Wien selbst setzt bereits auf Alternativen: Wärmepumpen und Sonnenstrom sollen die Energiewende vorantreiben. Ein Beispiel zeigt, wie das funktionieren kann: In einem sanierten Wohnhaus werden die Wohnungen bereits mit Wärmepumpe und eigener Solaranlage versorgt – die Heizkosten sind dabei um bis zu 25 Prozent gesunken.
Auch künftig will die Stadt weiter investieren, etwa mit neuen Förderungen für Sonnenstrom und Projekten rund um klimafreundliche Kühlung.
Für Czernohorszky ist klar: "Die Vorteile von erneuerbarer Energie liegen auf der Hand, warum sollten wir also am Gas festhalten?"
Für den Stadtrat ist der Weg vorgegeben – raus aus Gas, rein in stabile Energiepreise.