Die Parkplatzsuche in Jedlesee (Wien-Floridsdorf) bringt viele Bewohner zur Verzweiflung. Vor allem westlich der Prager Straße drehen Autofahrer oft minutenlang ihre Runden – freie Stellplätze sind Mangelware. Vor allem Firmenfahrzeuge und bezirksfremde Autos sollen für die angespannte Situation sorgen.
Jetzt will die SPÖ Floridsdorf gegensteuern und hat eine Online-Petition für Anrainerparken gestartet. Konkret könnten bis zu 30 Prozent der Stellplätze nur mehr für Anrainer gelten – und zwar rund um die Uhr. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Parkplätze im Gebiet zu mindestens 90 Prozent ausgelastet sind.
Die SPÖ hat daher im Februar in der Bezirksvertretungssitzung einen Antrag zur Prüfung von Anrainerparken in Jedlesee eingebracht – dieser wurde mehrheitlich angenommen. Jetzt liegt der Ball bei der Verkehrskommission und der zuständigen MA 46 (Verkehrsorganisation), die die rechtlichen Voraussetzungen mit den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort abgleicht.
Für Ärger sorgte allerdings in der Sitzung das Abstimmungsverhalten der FPÖ Floridsdorf: "Die FPÖ beschwert sich lautstark, wenn durch mehr Bäume und neue Grünflächen einzelne Parkplätze umgestaltet werden. Gleichzeitig stimmt sie aber gegen Maßnahmen, die neue Parkplätze schaffen", ärgert sich die Floridsdorfer SPÖ-Klubvorsitzende Barbara Cermak.
Mit der neuen Online-Petition will die SPÖ jetzt den Druck erhöhen. Alle Floridsdorfer sind aufgerufen, die Initiative zu unterstützen. Je mehr Menschen unterschreiben, desto stärker das Signal an die Politik. Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) betont: "Wir wollen konkrete Lösungen für die Menschen im Bezirk. Die Petition gibt den Bewohnern eine starke Stimme für mehr Parkplätze vor der Haustür."