Kritik an Wiederkehr-Plänen

Keine neuen Strukturen! OÖVP pocht auf Werte-Unterricht

Statt neuer Schulmodelle müsse laut OÖVP mehr über Werte im Unterricht gesprochen werden und fordert Ethikunterricht bereits ab der Volksschule.
Newsdesk Heute
23.05.2026, 15:28
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Debatte um eine mögliche sechsjährige Volksschule sorgt weiter für politischen Streit. Die Oberösterreichische Volkspartei (OÖVP) verlangt nun, den Fokus stärker auf Inhalte im Unterricht statt auf neue Schulstrukturen zu legen.

Konkret spricht sich OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger dafür aus, Ethikunterricht bereits ab der Volksschule verpflichtend einzuführen – zumindest für jene Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Schule muss Orientierung geben"

"Wir diskutieren im Bildungsbereich ständig über neue Strukturen und Modelle, wie etwa eine sechsjährige Volksschule. Stattdessen müssen wir in der Bildungspolitik mehr darüber reden, was im Klassenzimmer vermittelt wird und was man fürs Leben lernt", erklärt Hiegelsberger.

Mit Blick auf Pfingsten und Fronleichnam betont die OÖVP die Bedeutung gemeinsamer Werte und Traditionen für das Zusammenleben. Schule müsse nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Orientierung geben.

"Schule muss auch Orientierung, Werte und Grundlagen für das Zusammenleben vermitteln. Kinder sollen unsere Sprache, unsere Regeln und die Grundlagen unseres Zusammenlebens kennenlernen. Dafür braucht es eine bewusste und durchgängige Wertevermittlung ab dem Kindesalter", so Hiegelsberger weiter.

Kritik übt die Volkspartei daran, dass Kinder ohne Religionsunterricht derzeit oft erst ab der 9. Schulstufe Ethikunterricht erhalten. Das sei zu spät.

"Es kann nicht sein, dass Kinder zwar vom Religionsunterricht abgemeldet werden, aber erst ab der 9. Schulstufe Ethikunterricht vorgesehen ist. Wer sich vom Religionsunterricht abmeldet, soll künftig automatisch verpflichtend Ethikunterricht besuchen – und zwar schon in der Volksschule und Mittelschule", fordert Hiegelsberger.

Regionales Brauchtum gesetzlich festgelegt

Die OÖVP verweist zudem auf bereits umgesetzte Maßnahmen in Oberösterreich. So sei heuer im Landtag die gemeinsame "Oberösterreich Hausordnung" beschlossen worden. Außerdem sei in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen gesetzlich festgelegt, dass traditionelle Feste und regionales Brauchtum vermittelt werden.

Gleichzeitig hebt die Partei aktuelle Bildungsprojekte im Land hervor. Am Freitag eröffnet Landeshauptmann Thomas Stelzer einen neuen Bildungscampus im Mühlviertel. In St. Oswald bei Freistadt entstehen dort Krabbelstube, Volks- und Mittelschule sowie eine Musikschule. Auch eine ganztägige Schulform wird angeboten. Für Volksschule, Musikschule und Turnsaal werden laut OÖVP 7,3 Millionen Euro investiert.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.05.2026, 15:33, 23.05.2026, 15:28
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen