Mehr E-Belege

Wende um "Steuergeld-Lotto" – Ministerium sagt alles ab

Ab Oktober hätte es in Österreich eine Beleglotterie geben sollen. Die Regierung wollte monatlich 250.000 € verlosen – doch daraus wird nichts.
Heute Politik
23.05.2026, 10:20
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Die geplante Beleglotterie, mit der die Regierung mehr Menschen motivieren wollte, ab Oktober digitale Rechnungen zu nutzen, wird doch nicht kommen. Ein entsprechender Bericht der "Krone" wurde der APA aus dem Büro von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) bestätigt.

250.000 € für Kassenzettel

Geplant war, dass jeden Monat 100 Gewinne in Höhe von jeweils 2.500 € unter jenen Personen verlost werden, die beim Finanzministerium ihre Kassenbelege eingereicht haben. Zweimal im Jahr wären überdies Bonusziehungen mit zwei Gewinnen von jeweils 250.000 € möglich. Damit könnten über die "Beleglotterie" pro Jahr bis zu 4 Mio. € ausgespielt werden.

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Das erklärte Ziel war es, Konsumenten dazu zu bewegen, beim Bezahlen eine Rechnung zu verlangen. Das Projekt hätte die "Belegkultur stärken" und verhindern sollen, dass zu viele Umsätze an (schwarzen) Registrierkassen vorbeilaufen. Man rechnete mit 200 Millionen Belegen.

Beleg-Lotto geplatzt

Doch nun kommt alles anders: Die ab Oktober geplante Beleglotterie wird nicht kommen. Das Finanzministerium will stattdessen mit anderen Maßnahmen die Einführung des digitalen Belegs begleiten und gleichzeitig Steuerbetrug bekämpfen, hieß es aus dem Büro des SPÖ-Finanzministers.

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