Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) hat am Dienstag bei einem Medientermin in Döbling die wirtschaftliche Stärke des Bundeslands hervorgehoben und mehr Unterstützung für Forschung und Hochschulen gefordert. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauche es stabile Finanzen, Investitionen und eine gesicherte Finanzierung von Universitäten und Fachhochschulen, so Stelzer.
"Österreich lebt von Wissen, Innovation und gut ausgebildeten Menschen. Genau deshalb braucht es eine starke und verlässliche Finanzierung von Forschung, Universitäten und Fachhochschulen – denn dort entstehen die Ideen, Arbeitsplätze und Technologien von morgen", sagte der Landeshauptmann.
Kritik übte Stelzer an der Finanzierung der Linzer Medizin-Fakultät. Oberösterreich dürfe bei Universitätsstandorten nicht benachteiligt werden. "Wir leisten als Land bereits einen großen Beitrag. Aber wir schauen sicher nicht zu, wenn Oberösterreich gegenüber anderen Uni-Standorten benachteiligt wird."
Als Beleg für die wirtschaftliche Stärke verwies Stelzer auf die niedrige Arbeitslosigkeit, hohe Exportzahlen und die industrielle Leistung des Bundeslands. "Wir zeigen seit Jahren, dass solide Haushaltspolitik und verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld möglich sind. Bei uns gilt: Erst erwirtschaften, dann verteilen. Und wer solide wirtschaftet, kann auch in schwierigen Zeiten investieren", so Stelzer.
Zudem verwies er auf Investitionen großer Unternehmen in Oberösterreich. Unter anderem investiere dm in Kronstorf, Google stärke den Standort im Bereich Digitalisierung und KI, auch TGW, FACC und voestalpine bauen ihre Standorte aus.
Besonders im Bereich Künstliche Intelligenz sieht Stelzer Oberösterreich gut aufgestellt. Durch die Übernahme des Linzer Start-ups Emmi AI durch den französischen KI-Konzern Mistral werde Linz offizieller Mistral-Standort. "Dass ein internationaler Top-Player wie Mistral auf Know-how aus Oberösterreich setzt und hier investiert, zeigt: Unser Bundesland hat sich zu einem starken Standort für Zukunftstechnologien entwickelt. Als Industrie- und KI-Standort stehen wir für beides: Hochofen und Hightech", sagte Stelzer.
Mit der Johannes Kepler Universität, der IT:U, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen wolle sich Oberösterreich als führende KI-Region Europas positionieren.