Industrie unter Druck

"Besser gestern" – VP-Grande attackiert EU-Regeln

Die Industrie in OÖ gerät zunehmend unter Druck: Während Betriebe ihre CO₂-Emissionen deutlich gesenkt haben, explodieren gleichzeitig die Kosten.
Oberösterreich Heute
30.03.2026, 16:16
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Oberösterreichs Industrie steht massiv unter Druck: steigende Energiepreise, strenge Klima-Auflagen und wachsende Unsicherheit. Jetzt macht das Land Tempo – und fordert auf EU-Ebene spürbare Entlastungen.

LH fordert Entschärfungen

VP-Landeshauptmann Thomas Stelzer drängt auf eine rasche Lockerung der Klima-Regeln für Betriebe: "Die Europäische Union ist dringend aufgefordert, importierte Krisenfolgen zu dämpfen und nicht noch weiter zu verschärfen", sagt er. Für Europas Industrie müsse es deswegen zu Entschärfungen bei den Klima-Auflagen kommen.

Wenn es nach Stelzer geht, "besser gestern als morgen". Konkret geht es um das EU-System für Emissionszertifikate. Österreich setzt sich dafür ein, Gratis-Zertifikate länger zu gewähren und den geplanten Abbau ab 2028 deutlich zu bremsen. Hintergrund: Die Kosten für Unternehmen steigen rasant.

"Gibt nur Verlierer"

Zahlen untermauern den Vorstoß: Laut Statistik Austria und Umweltbundesamt hat die oö. Industrie ihre CO₂-Emissionen seit 2005 um 45 Prozent gesenkt. Gleichzeitig sind die Energiepreise seit 2021 um 65 Prozent gestiegen.

Für Stelzer ist klar: "Wenn wir die Industrie aus Europa vertreiben, gibt es nur Verlierer." Oberösterreich ist besonders betroffen – rund 59 Prozent der heimischen Industrie-Emissionen im EU-System entfallen auf das Bundesland.

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