Am 15. April wird es ernst: Am Landesgericht in Steyr steht jener 78-Jährige vor Gericht, der in Enns (Bez. Linz-Land) seine eigene Ehefrau (70) und den gemeinsamen Sohn (41) getötet haben soll. Der Prozess ist nur für einen Tag angesetzt – das Urteil könnte noch am selben Nachmittag fallen.
Der Fall hatte Oberösterreich im Herbst erschüttert: In den Morgenstunden des 27. Oktober soll der Pensionist seinen Sohn und seine Ehefrau mit einem Messer erstochen haben. Er hatte sich von Anfang an geständig gezeigt und wurde wegen Mordes angeklagt – so viel war bisher bekannt. Doch die Bluttat dürfte noch viel grausamer gewesen sein.
Wie das Landesgericht jetzt erklärt, begann alles mit einem heftigen Angriff: Der 78-Jährige soll seine Frau und seinen Sohn von hinten mit einer Bratpfanne niedergeschlagen haben. Dann eskalierte die Situation völlig. Der Mann soll sich auf die Opfer gesetzt und sie mit beiden Händen gewürgt haben.
Erst dann soll der 78-Jährige mit einem Küchenmesser mehrfach auf beide eingestochen haben. Durch die Stiche in den Brustkorb starben die Opfer "durch Verbluten nach innen und außen", berichtet die Behörde.
Im Gerichtssaal werden neben dem Angeklagten auch Experten gehört, darunter ein Gerichtsmediziner und die bekannte Psychiaterin Adelheid Kastner. Der Prozess ist nun für den 15. April angesetzt, noch am selben Tag soll das Urteil fallen. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.