Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) ist am Donnerstag zu Gesprächen nach Prag gereist. Im Mittelpunkt des Treffens mit seinem tschechischen Amtskollegen Lubomír Metnar standen Migration, Schlepperkriminalität und der Schutz der EU-Außengrenzen.
An den Beratungen nahm auch Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf teil. Diskutiert wurden unter anderem aktuelle Entwicklungen entlang der Migrationsrouten, gemeinsame Polizeimaßnahmen sowie die Umsetzung des europäischen Asyl- und Migrationspakts.
Karner betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten. "Die enge Kooperation mit unseren Nachbarstaaten ist von entscheidender Bedeutung im Kampf gegen die Schleppermafia und zum Schutz der gemeinsamen Grenzen", sagte der Innenminister. "Tschechien ist dabei ein wichtiger und verlässlicher Partner. Weitere Themen der gemeinsamen Beratungen sind auch Rückkehrzentren und Asylverfahren in Staaten außerhalb der EU."
Auch Franz Ruf hob die Zusammenarbeit mit Tschechien hervor. "Der Schutz der europäischen Außengrenzen und der österreichischen Bevölkerung vor organisierter Kriminalität erfordert neben einem politischen Schulterschluss auch eine enge und gut abgestimmte polizeiliche Zusammenarbeit. Mit unseren tschechischen Partnern verbindet uns eine langjährige erfolgreiche und höchst professionelle Polizei-Kooperation – das belegen auch 5.900 Informationsaustausche gegen schwere organisierte Kriminalität alleine im verganenen Jahr."
Neben Fragen zur Rückkehrpolitik stand auch die Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union auf der Agenda des Treffens.
Im Anschluss nahm Karner am "Globsec Forum" teil. Dort sprach der Innenminister bei einer Podiumsdiskussion über den europäischen Asylpakt. Das "Globsec Forum" gilt als eine der wichtigsten internationalen Konferenzen zu Sicherheit, Außenpolitik und Wirtschaft.