Bilanz der Woche

500 Cyber-Angriffe und 16 Festnahmen während ESC

Ein Großaufgebot von 5.000 Beamten waren beim Song Contest im Einsatz. Die Bilanz: 500 Cyber-Angriffe, 16 Festnahmen und 74 Anzeigen.
Wien Heute
18.05.2026, 12:01
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Der 70. Eurovision Song Contest war nicht nur musikalisch ein Großereignis, sondern stellte auch die Sicherheitsbehörden vor enorme Herausforderungen. Wie die Polizei und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Montag bekanntgaben, wurden rund um den ESC allein 500 "ernst zu nehmende" Cyberangriffe registriert.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 22.000 Personen. Dabei kam es zu 74 Anzeigen und 16 Festnahmen. Der Großteil der Anzeigen – nämlich 57 – betraf Verstöße gegen das Verwaltungsrecht. Weitere 17 Anzeigen wurden wegen strafrechtlicher Delikte erstattet.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und ORF-Generaldirektiorin Ingrid Thurnher zogen Bilanz.
Helmut Graf

Person wollte in Stadthalle einbrechen

Zusätzlich wurden 78 Personen einer Identitätsfeststellung unterzogen. Von den insgesamt 16 Festgenommenen waren 14 Teilnehmer einer Versammlung, die gegen das Vermummungsverbot (Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz) verstoßen hatten. Wie "Heute" berichtete, hatten diese während einer unangemeldeten Demo in der Finalnacht mit "Viva, viva, Palästina"-Rufen für Aufregung gesorgt.

Eine weitere Person wurde am Finaltag erwischt, als sie versuchte, in die abgesperrte Stadthalle zu gelangen. Eine andere Person befindet sich wegen Delikten in Gewahrsam, die laut Polizei nicht direkt mit dem ESC in Zusammenhang stehen.

5.000 Beamte im Einsatz

Die Polizei betonte zudem, dass es während des gesamten ESC keinen einzigen "minder gefährlichen Waffengebrauch" gegeben habe. Das bedeutet, dass keine Dienstwaffe eingesetzt werden musste.

Für den Song Contest standen insgesamt 5.000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Unterstützung kam dabei auch aus Bayern. Zusätzlich wurden 500 private Sicherheitskräfte eingesetzt, erklärte ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher.

Influencer illegal im Backstage-Bereich

Auch ein kurioser Vorfall beschäftigte die privaten Security-Mitarbeiter: Diese konnten unter anderem eine Person anhalten, die zwar ein gültiges Ticket für eine ESC-Veranstaltung besaß, jedoch mit einem gefälschten Backstage-Ausweis in den VIP-Bereich gelangte. Nach Informationen der APA soll es sich dabei um einen Influencer gehandelt haben, der im Backstage-Bereich Fotos machen wollte.

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