Palästina-Demos & Co

"Bewacht wie Weißes Haus": Millionen für ESC-Sicherheit

Wegen Terrorgefahr und Demos läuft beim ESC in Wien ein Mega-Sicherheitsaufgebot. Hunderte Polizisten stehen im Einsatz.
Österreich Heute
15.05.2026, 15:45
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Österreich im ESC-Fieber, Wien wird zur Hochsicherheitszone. Hinter der Party-Fassade werkt ein perfekter – aber auch kostspieliger – Security-Apparat.

Jede potenzielle Bedrohungslage wird ernst genommen, die Vorsorge der Behörden läuft auf maximaler Stufe. Der Hintergrund ist ernst: Angst vor Eskalation der Pro-Palästina-Akteure (Hardcore-Vertreter sollen aus dem Ausland für eine Großdemo am Samstag anreisen), die zahlreiche Demos angemeldet haben, erwartbare spontane Aktionen von Links-Extremisten – das Innenministerium ist für alles gerüstet, hat die Lage unter Kontrolle.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Die Stadthalle und weitere Bereiche der Stadt sind mittlerweile "beinahe besser gesichert als das Weiße Haus", sagte ein Insider zu "Heute". Potenzielle Ziele gibt es viele: Insgesamt neun Shows steigen in der Wiener Stadthalle (Finale, Semifinale 1 & 2, sowie jeweils noch eine "Evening Preview Show" und eine "Afternoon Preview Show"). In Summe 95.000 Fans werden die Halle besuchen.

Dazu noch bis zu 30.000 Menschen, die am Rathausplatz die '"Eurovision Village" 'besuchen. Acht Tage lang läuft hier das Open-Air-Spektakel – Tausende Familien mit Kindern werden hier erwartet.

"Komplex aufgrund der geopolitischen Hintergründe"

Aus dem Innenministerium heißt es zu "Heute": "Der Einsatz für den ESC ist nicht deshalb komplex, weil sehr viele Polizisten im Einsatz sind, sondern aufgrund der geopolitischen Hintergründe und der Dauer des Einsatzes."

Der Einsatz für die Sicherheit ist enorm: Aus sieben Bundesländern (alle außer Steiermark und Vorarlberg) versehen derzeit Polizisten ihren ESC-Dienst in Wien. Täglich sind offiziell mehrere Hundert Polizisten in Uniform und in Zivil im Einsatz. Dazu noch Kräfte der Spezialeinheit Cobra, sogar Spürhunde (Sprengstoff) sind in den Locations im Einsatz.

Überwachung aus New York

Auch FBI-Experten helfen unseren Kräften bei der Abwehr von "multiple Threats" („mehrere Bedrohungen“), wie es heißt. In New York wurde eine eigene Taskforce besonders für den Bereich Cybersicherheit bereitgestellt.

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Zusätzliche Mammut-Aufgabe: 16.000 Personen, die in irgendeiner Form mit dem Event zu tun haben, werden durchleuchtet. Das sind etwa die Mitarbeiter von privaten Sicherheitsdiensten.

Kostenaufstellung

Offiziell gibt es derzeit keine Auflistung der Kosten. Eine vorsichtige Annäherung: Ein Fußball-Derby in Wien kostet an Sicherheitsleistungen etwa 250.000 Euro. Wenn man annimmt, dass pro ESC-Tag mindestens der Aufwand eines solchen Risiko-Matches getätigt wird, und wir für sieben Tage rechnen, dann gibt die öffentliche Hand für Polizei und Co. 1,75 Millionen extra aus.

Privat fließt allerdings auch viel Geld. Die Securityfirmen sind wohl wirtschaftlich der große Sieger dieses Groß-Events. Beispiel: Die wegen der Bedrohungslage nötige Bewachung des israelischen Fan-Cafés im Museumsquartier („MQ Kantine“) übernimmt ein Medien-Haus – geschätzt sind das etwa 12.000 Euro.

"So viel wie nötig"

"Sicherheit ist ein wichtiger Faktor für Veranstaltungen und der Staat nimmt dafür auch das notwendige Geld in die Hand", so das Innenministerium. Auch wird versprochen: "Unser Kräfteansatz für einen größeren planbaren Einsatz wird immer auch in wirtschaftlicher Hinsicht geprüft: So viel wie nötig, so sparsam wie möglich."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 15.05.2026, 15:48, 15.05.2026, 15:45
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