Am Dienstag präsentierten Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), Generaldirektor für öffentliche Sicherheit Franz Ruf und Bundeskriminalitätsamt-Direktor Andreas Holzer die kriminalpolizeitliche Anzeigenstatistik für 2025.
Haupterkenntnis dabei: Die Zahl der erstatteten Anzeigen ist gegenüber 2024 um 0,8 Prozent gestiegen. Währenddessen ist die Aufklärungsquote auf 53,6 Prozent nach oben gegangen. 47,7 Prozent der Tatverdächtigen hatten keinen österreichischen Pass – "Heute" berichtete ausführlich.
Besonders besorgniserregend ist der Zuwachs der Jugendkriminalität. Im Vergleich zum Vorjahr gab es ein Plus von 9,4 Prozent. Mehr noch: Die Zahl der zehn- bis 14-jährigen Tatverdächtigen hat sich seit 2021 fast verdoppelt! 51,3 Prozent davon sind ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, auffällig viele Jugendliche kommen aus Syrien.
Der Innenminister kündigte bei der Vorstellung der Statistik an, die im Vorjahr gestarteten Maßnahmen ausbauen zu wollen. Im Rahmen eines Pilotprojekts mit der Stadt Wien soll es künftig "gefängnisähnliche Unterbringungen" in geschlossenen Wohngemeinschaften geben. "Man hat hier als Politik die Verantwortung, zu handeln. Maßnahmen sind notwendig", kommentierte Karner.
Ein Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Bekämpfung der Internetkriminalität, insbesondere durch verstärkte Spezialisierung, den Ausbau internationaler Zusammenarbeit sowie eine enge Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Telekommunikation.
Gleichzeitig wird die erfolgreiche Strategie zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität konsequent fortgeführt – insbesondere durch gezielte Schwerpunktaktionen, internationale Vernetzung und verstärkte Präventionsarbeit.