Gleichzeitig mit dem Inkrafttreten der "Spritpreisbremse" fordern die Grünen auch eine Preisbremse für Öffi-Tickets. Damit sollen zusätzliche Belastungen für Pendler verhindert und der Anstieg der Inflation gedämpft werden.
"Hunderttausende Menschen in Österreich sind jeden Tag auf die Öffis angewiesen. Sie werden von der Regierung bisher völlig im Regen stehen gelassen, kritisiert Parteichefin Leonore Gewessler.
Gerade die Öffi-Nutzer hätten im vergangenen Jahr bereits besonders unter der Kürzungspolitik von ÖVP und SPÖ gelitten. So wurde etwa das KlimaTicket um mehrere hundert Euro teurer. "Wer Öffis nutzt, verringert unsere Abhängigkeit von Öl. Das ist besonders jetzt wichtig. Die Regierung greift mit unausgereiften Ideen bei den Spritpreisen ein. Dann kann sie auch bei den Öffi-Tickets handeln", sagt Gewessler.
Maßnahmen gegen steigende Öffi-Preise würden auch helfen, den Anstieg der Inflation zu bremsen. "Die SPÖ rühmt sich gerne mit Preiseingriffen. Dort wo sie tatsächlich zuständig ist, führt das bisher nur zu Verteuerungen auf Kosten der Menschen. Es ist auch hier an der Zeit für eine Preisbremse. Verkehrsminister Hanke soll beweisen, dass er es ernst meint", fordert die Grüne Bundessprecherin.
Als ersten Schritt fordern die Grünen die Aussetzung der gesetzlich fixierten Inflationsanpassung des KlimaTickets. Damit könnten zumindest weitere Preisanstiege verhindert werden. Aber auch Gratismonatstickets für besonders belastete Gruppen sowie Schnuppertickets könnten dabei helfen, die Öffi-Nutzer zu entlasten.
Eine ähnliche Anregung hatte auch WIFO-Ökonom Michael Böheim am Sonntagabend in der ORF-Sendung "Das Gespräch" ins Spiel gebracht. Sehr zur Freude der Grünen. Auch sie fordern: Öffi-Fahren dürfe gegenüber dem Individualverkehr nicht unverhältnismäßig teuer werden.