Pendler und Öffi-Nutzer in Tirol müssen ab April tiefer in die Tasche greifen. Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) erhöht die Preise seiner Tickets. Laut VVT handelt es sich um eine "maßvolle" Anpassung. Das Klimaticket Tirol wird um drei Euro pro Monat teurer, das Klimaticket für Senioren und unter 26-Jährige um 1,50 Euro pro Monat.
Als Grund für die Preisanpassung nennt der VVT deutlich gestiegene Kosten. Die Teuerung liege jedoch unter der allgemeinen Inflationsentwicklung der vergangenen fünf Jahre, so der ORF. Rund 30 Prozent der jährlichen Kosten für den öffentlichen Verkehr werden durch Ticketverkäufe gedeckt. Der größte Kostenfaktor seien die Leistungen der Verkehrsunternehmen, die im Auftrag des VVT unterwegs sind. Dazu zählen unter anderem Anschaffung, Wartung und Reparatur von Fahrzeugen sowie Treibstoff- und Personalkosten. So stieg der Tariflohnindex für Buslenkerinnen und Buslenker in den vergangenen fünf Jahren um 26 Prozent.
Ab 1. April 2026 kostet ein VVT Klimaticket Tirol 625,60 Euro. Die Preise für Einzeltickets steigen um rund 3,5 Prozent. Ermäßigungen für Kinder, Senioren, Jugendliche, Familien und Menschen mit Behinderung bleiben weiterhin bestehen. Das Senioren-Einzelticket wird von einem Euro auf 1,10 Euro erhöht, zwei Zonen kosten künftig 2,20 Euro. Ab Zone 14 gilt ein einheitlicher Tarif, der den Höchstpreis für ein Senioren-Einzelticket auf 15,20 Euro begrenzt. Laut VVT fällt die Anpassung bei diesen Tickets etwas höher aus als bei anderen Einzeltickets.
Weiterhin günstig bleibt das Klimaticket SeniorIn um 319 Euro, das rund 50 Prozent unter dem Vollpreis liegt. Über 75-Jährige zahlen 159,90 Euro. Laut VVT ist das österreichweit das günstigste Zeitticket für Senioren.
Derzeit nutzen laut Verkehrsverbund 197.700 Tiroler regelmäßig den öffentlichen Verkehr. Gleichzeitig wird weiter investiert: Im Stubai- und im Wipptal ist eine Taktverdichtung geplant, in Kitzbühel starten ab Mai zwei neue elektrisch betriebene Buslinien. Mobilitätslandesrat Rene Zumtobel (SPÖ) betont: "Wir investieren weiter in ein starkes, verlässliches und flächendeckendes Öffi-Angebot – besonders für Pendlerinnen und Pendler, Familien, Seniorinnen und Senioren sowie den ländlichen Raum. So bleibt der öffentliche Verkehr in Tirol auch künftig leistbar, planbar und von hoher Qualität."