Im Bezirk Landeck ist am Donnerstagabend ein weiterer Wolf erlegt worden. Das Tier galt als Risikowolf und war im Gemeindegebiet von Kappl wiederholt im Nahbereich eines Wohngebiets gesichtet worden.
Bereits am Mittwoch hatte die Tiroler Landesregierung eine Abschussverordnung für den Wolf erlassen. Zuvor waren von dem Tier auch Foto- und Videoaufnahmen gemacht worden, nachdem es sich mehrfach in der Nähe von Wohnungen aufgehalten hatte.
Am späten Donnerstagabend wurde der Wolf schließlich von Jägern erlegt, teilte das Land Tirol am Freitag mit. Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler (ÖVP) betonte den notwendigen Handlungsbedarf.
Erst vor wenigen Tagen war ebenfalls im Bezirk Landeck ein Wolf geschossen worden. Durch das Tiroler Modell der Maßnahmenverordnungen wurden im heurigen Jahr damit bereits zwei Abschussverordnungen erlassen, die beide von der Jägerschaft erfüllt werden konnten.
Am Mittwoch hatte der Tiroler Landtag zudem mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Grünen eine Novelle des Jagdgesetzes beschlossen. Dieses soll Abschüsse von Wölfen oder anderen Beutegreifern künftig erleichtern. Damit ist ein Abschuss nicht mehr zwingend an eine eigene Verordnung gebunden.