Heftige Kritik

Tabelle zeigt: So hart trifft Sparkurs nun Pensionisten

Die Pensionen steigen 2027 um 2,95 Prozent – und damit unter der Inflation. Für viele Senioren bedeutet das spürbare Einbußen.
Newsdesk Heute
21.05.2026, 20:01
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Die Pensionserhöhung für 2027 sorgt schon jetzt für Kritik: Trotz anhaltend hoher Preise sollen die meisten Pensionen im kommenden Jahr nur um 2,95 Prozent steigen. Wie "Heute" ausführlich berichtet hat, bleibt die Anpassung damit unter jener Inflationsrate, die eigentlich als voller Teuerungsausgleich gilt. Konkret bekommen 2,1 Millionen Pensionisten nicht die volle Inflation abgegolten.

Was das in der Praxis bedeutet, zeigt sich bei den konkreten Beträgen, die Experten von "Rechner.at" für "Heute" ausgerechnet haben. Wer etwa 2.000 Euro Bruttopension bezieht, bekommt durch die Erhöhung monatlich 59 Euro mehr. Netto bleiben davon laut Berechnungen rund 53 Euro übrig.

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Diese Grafik zeigt, um wie viele Euro die Pensionen jetzt angehoben werden.
Rechner.at

Bei einer Bruttopension von 3.000 Euro steigt die Pension um 88,50 Euro brutto beziehungsweise rund 69 Euro netto. Selbst bei 4.000 Euro Bruttopension ergibt sich unterm Strich nur ein monatliches Netto-Plus von etwa 85 Euro.

Niedrigere Pensionen profitieren zwar ebenfalls von der Anpassung, die tatsächlichen Zuwächse bleiben aber überschaubar. Bei 1.400 Euro Bruttopension beträgt die monatliche Netto-Erhöhung beispielsweise nur rund 39 Euro. Dies betrifft in Österreich etwa 200.000 Menschen.

Eigene Regelung für hohe Pensionen

Für besonders hohe Pensionen gilt wiederum eine eigene Regelung: Liegt die Pension über der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro, ist statt der prozentuellen Erhöhung ein monatlicher Fixbetrag von 204,44 Euro vorgesehen.

Etwas stärker angehoben werden soll nur der Ausgleichszulagenrichtsatz. Dieser steigt laut den Plänen um 3,3 Prozent – von derzeit 1.308,39 Euro auf künftig 1.351,57 Euro.

Unterschied summiert sich übers Jahr

Genau dieser Unterschied sorgt nun für heftige Diskussionen. Denn zwischen einer Erhöhung um 2,95 und 3,3 Prozent liegen zwar nur 0,35 Prozentpunkte, durch die 14 Pensionszahlungen im Jahr summiert sich die Differenz aber spürbar.

So verlieren Pensionisten im Vergleich zu einer Anpassung um 3,3 Prozent je nach Pension mehrere Euro pro Monat. Bei einer Bruttopension von 2.000 Euro beträgt der Unterschied rund sieben Euro monatlich beziehungsweise 98 Euro pro Jahr.

Diese Grafik zeigt den Unterschied zur Anpassung um 3,3 Prozent.
Rechner.at

Wer 3.000 Euro brutto Pension erhält, bekommt im Jahresvergleich bereits 147 Euro weniger. Bei einer Bruttopension von 4.000 Euro summiert sich die Differenz sogar auf rund 196 Euro jährlich.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.05.2026, 20:01
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