Im Bundeskanzleramt wurde am Mittwoch erneut über die Pensionsanpassung für das Jahr 2027 verhandelt. Am Tisch saßen Kanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler, (SPÖ) Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ).
Tatsächlich sollen ja auch die Pensionisten erneut zur Budgetsanierung beitragen – was heißt, dass sie auch 2027 und 2028 nicht die volle Inflationsabgeltung bekommen werden.
Bei dem Gespräch warfen auch die Vertreter der Pensionisten dabei: Birgit Gerstorfer vom Pensionistenverband und Ingrid Korosec vom Seniorenbund. Sie pochten weiter auf eine volle Abgeltung der Teuerung für alle Pensionen.
Die Regierung stellte nun ihre Lösung vor. Die Pensionen sollen 2027 insgesamt um rund 2,4 Milliarden Euro steigen.
Angesichts des strengeren Sparkurses bedeutet das: Für Mindestpensionisten (= Ausgleichszulagenrichtsatz von 1.308,39 Euro) werden die Bezüge 2027 um 3,3 Prozent erhöht werden. Alle Pensionen darüber bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro steigen um 2,95 Prozent.
Wer mehr als 6.930 Euro Pension bekommt, erhält keinen prozentuellen Aufschlag, sondern einen monatlichen Fixbetrag von 204,44 Euro.
Damit will die Regierung vor allem kleinere und mittlere Pensionen absichern. Gleichzeitig sollen auch jene nicht völlig aus dem Blick geraten, die über viele Jahre hohe Beiträge ins System eingezahlt haben.
Die geplante Regelung bringt dem Budget laut Regierung Einsparungen von rund 280 Millionen Euro. Die Pensionisten leisten damit einen Beitrag zur Budgetsanierung.