Der Wirbel um die geplanten Pensionseingriffe geht weiter. Die Regierung will Pensionen 2027 und 2028 aus Spargründen nicht um die volle Durchschnittsinflation anheben. Geplant ist, dass die Erhöhung um ein Viertel Prozent geringer ausfällt. Bringen soll das 2027 fürs Budget rund 280 Millionen Euro, 2028 dann 270 Millionen – insgesamt also mehr als eine halbe Milliarde Euro.
Eine Entscheidung, die Pensionistenvertreter so nicht hinnehmen wollen. "Wir haben eine Forderung, die lautet: Volle Pensionsanpassung gemäß der Inflation", meinte die Vorsitzende des Pensionistenverbands, Birgit Gerstorfer (SPÖ), im Ö1-Mittagsjournal. Daher sei man nicht bereit, über die Art der geplanten Pensionserhöhung für das kommende Jahr mit der Regierung zu verhandeln.
Wer letztlich von den Kürzungen betroffen sein wird, solle die Regierung entscheiden, forderte Gerstorfer. "Die Seniorenorganisationen werden sich nicht den Schwarzen Peter umhängen lassen, welche Gruppe innerhalb der Pensionisten weniger bekommt."
Zu Verhandlungen mit dem Sozialministerium über eine soziale Staffelung der Pensionserhöhung sei man nicht bereit. Stattdessen fordere man einen "raschen Termin mit der Regierungsspitze", so Gerstofer. Ein Termin sei bereits angekündigt, aber noch nicht vereinbart. Klar sei: "Er wird mit Sicherheit diese Woche stattfinden müssen, damit alles abgewickelt werden kann."
Gerstofer abschließend: "Wir wollen die volle Pensionsanpassung, weil es keine andere Gruppe in Österreich gibt, die schon so einen großen Beitrag zur Budgetsanierung geleistet hat."