"Werde Höchstpension bekommen"

SPÖ-Minister verrät, wie viel Pension er bekommt

Die Pensions-Einschnitte der Regierung sorgen für Wirbel. In einem Talk enthüllt Finanzminister Marterbauer, wie hoch seine eigene Pension sein wird.
Nicolas Kubrak
24.05.2026, 16:44
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Die Regierung wird bei 2,1 Millionen Pensionisten den Rotstift ansetzen. Aufgrund des Spardrucks wird es bei Pensionen 2026 eine Anpassung von 2,95 Prozent – also knapp unter der Inflationsrate – geben. Ausgenommen davon sind Mindestpensionisten, sie erhalten die vollen 3,3 Prozent. ÖVP, SPÖ und NEOS versprechen sich durch die Maßnahme 280 Millionen €.

Marterbauer: "Pensionssystem unter Druck"

Im Finanzpodcast "Ziemlich Gut Veranlagt" von "Kurier" und "kronehit" sprach Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) darüber, wieso es im heimischen Pensionssystem kränkelt. Laut dem SP-Minister komme das System aus zwei Gründen unter Druck: "Das eine ist, wir werden als Gesellschaft älter." Die geburtenstarken Jahrgänge würden zunehmend in Pension gehen, es gebe daher viele Auszahlungen.

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"Gleichzeitig hat in den letzten Jahren eine Wirtschaftskrise die nächste gejagt, was dazu geführt hat, dass die Beschäftigung sich schwach entwickelt hat und es damit auch weniger Einzahler ins Pensionssystem gibt", sagte Marterbauer.

Um die jetzigen Pensionen zu finanzieren, sei es aus Sicht des Finanzministers nicht hilfreich, das Antrittsalter zu erhöhen. "Man könnte das vielleicht ab dem Jahr 2035 machen. Schnell hilft es, wenn die Leute nicht mit 62 in Pension gehen, sondern mit 65 und bis dahin gesund sind und einen Job haben."

"Werde die Höchstpension bekommen"

Auf Nachfrage, wie Marterbauer selbst spare, antwortete der SP-Politiker, dass er seit fast 40 Jahren durchgehend arbeite. "Das heißt, meine wichtigste Altersvorsorge ist die gesetzliche Pensionsversicherung. Ich werde die Höchstpension bekommen, die liegt jetzt bei 4.500 Euro. Die wichtigste Altersabsicherung ist die gesetzliche Pensionsversicherung", so der Finanzminister.

Und abseits der Pension? "Mein Einkommen ist zum Glück so hoch, dass ich mir das während des Jahres zurücklegen kann", verriet Marterbauer.

Abrechnung mit "Trumpflation"

Im Podcast sprach der SPÖ-Minister zudem über die aktuellen Entwicklungen bei der Inflation. Im Jänner und Februar sei diese bei knapp über zwei Prozent gelegen, seitdem betrage sie über drei Prozent. Der Unterschied seien rein die Treibstoffpreise, für die Marterbauer US-Präsident Donald Trump die Schuld gibt. Er sprach von einer "Trumpflation durch den Krieg gegen den Iran".

Was künftige Prognosen angehe, sei entscheidend, wie es im Iran-Krieg weitergehe. "Wir wissen nicht, was im Iran passiert. Ich fürchte, der Herr Trump weiß auch nicht, wie es weitergehen soll. Das ist noch beunruhigender", sagte der Finanzminister. Österreich versuche daher, "sehr gezielt und strategisch" in Preise einzugreifen – etwa bei den Mieten, beim Strompreis oder bei den Lebensmitteln.

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