Es ist bereits die zweite Pleite innerhalb kurzer Zeit: Der beliebte Deko- und Wohnaccessoires-Anbieter Depot hat beim Amtsgericht Aschaffenburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
Das Gericht bestätigte die Anordnung der vorläufigen Eigenverwaltung. Damit bleibt Geschäftsführer Christian Gries im Amt, agiert aber unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters.
Wie "chip.de" unter Berufung auf die "Lebensmittel Zeitung" berichtet, wurde zum vorläufigen Sachwalter der Frankfurter Rechtsanwalt Thomas Rittmeister eingesetzt. Er überwacht die Interessen der Gläubiger.
Als Gründe für die Insolvenz nannte Gries Zölle, die wachsende Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu und die allgemeine Kaufzurückhaltung der Kunden. "Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise", so der Unternehmer.
"Wir wollen auf jeden Fall weitermachen und möglichst viele Filialen erhalten", sagte Gries. Allerdings rechnet er mit weiteren Schließungen. Eine genaue Zahl könne man noch nicht sagen.
Bereits 2024 hatte Depot Insolvenz angemeldet. Daraufhin wurde das Filialnetz von über 400 auf rund 150 Standorte in Deutschland und etwa 30 in Österreich reduziert. Interne Unterlagen zeigen, dass rund 30 Filialen weiterhin Verluste machen.
Die gesamte Branche kämpft: Jeder sechste Einzelhändler fürchtet laut Ifo-Institut um seine Existenz. Auch der Non-Food-Discounter Maec Geiz hat diese Woche Insolvenz angemeldet.