Im Konkursverfahren der Mediashop GmbH wird das volle Ausmaß der Pleite immer deutlicher. Wie am Donnerstag bei der Prüfungstagsatzung am Landesgericht Wiener Neustadt bekannt wurde, haben Gläubiger bislang Forderungen von rund 31 Millionen Euro angemeldet.
Der Insolvenzverwalter hat davon vorerst Forderungen in der Höhe von rund 19 Millionen Euro anerkannt. Weitere rund 12 Millionen Euro wurden zumindest vorläufig bestritten.
Bereits Ende Februar war über das Vermögen der Mediashop GmbH ein Sanierungsverfahren eröffnet worden. Nachdem die Schuldnerin ihren Sanierungsplan zurückgezogen hatte, wird das Verfahren nun als Konkurs fortgeführt. Die Sanierungsbemühungen gelten damit als gescheitert.
Aktuell prüft der Insolvenzverwalter laut KSV1870, ob das Unternehmen verkauft werden kann. Wie lange das Verfahren dauern wird und mit welcher Quote die Insolvenzgläubiger rechnen können, ist derzeit noch völlig offen.
"Weder die Verfahrensdauer noch die Quotenerwartungen der Insolvenzgläubiger können aus heutiger Sicht seriös beurteilt werden", erklärt Alexander Greifeneder vom KSV1870.
Die Mediashop GmbH war vor allem durch Teleshopping-Produkte und TV-Werbung in Österreich und Deutschland bekannt geworden. Für viele Gläubiger beginnt jetzt das lange Warten auf Geld – ob und wie viel am Ende zurückkommt, ist derzeit unklar.