Vor genau zwei Wochen wurde bekannt, dass die TV-Institution Mediashop tief in der Krise steckt. Die Dauerwerbesendung für praktische Haushaltsprodukte dürfte den meisten Zusehern ein Begriff sein, doch der Konzern schrieb tiefrote Zahlen. Der Österreich-Ableger musste letztlich Insolvenz anmelden, 160 Mitarbeiter standen vor dem Aus.
Geplant war, den Betrieb mit einem Sanierungsplan und einer Gläubigerquote von 20 Prozent wieder auf Schiene zu bringen. Die 45 Millionen Euro Schulden dürften aber einfach zu groß gewesen sein.
Wie die Rechtsvertreter der Mediashop GmbH mitteilen, hat sich das Unternehmen gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter bemüht, nach Eröffnung des Sanierungsverfahrens umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen, um einen Fortbetrieb zu erreichen. Trotz positiver Signale der Stakeholder konnten die Beiträge aber nicht in ausreichender Höhe und Geschwindigkeit erzielt werden.
Die Mediashop GmbH hat daher den Antrag auf Abschluss eines Sanierungsplanes zurückgezogen. Das Verfahren wird nunmehr als Konkursverfahren fortgeführt. Der Insolvenzverwalter wird die Verwertungsschritte einleiten und das Unternehmen bzw. die Vermögenswerte bestmöglich verkaufen. Interessenten sollen bereits aufgrund des eingeleiteten Investorenprozesses vorhanden sein.
Laut Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) habe sich schon in den ersten Tagen gezeigt, dass wesentliche Vertriebsgesellschaften ebenfalls insolvenzgefährdet sind und in weiterer Folge mit weiteren Insolvenzeröffnungen zu rechnen sein wird. Betroffen sollen hiervon auch die Muttergesellschaft sowie einige Tochtergesellschaften der Schuldnerin sein.
Auch die Suche nach einem neuen strategischen Partner war nicht erfolgreich und dürfte wohl keine großen Chancen haben. Das Unternehmensvermögen wird nun wohl bestmöglich zu verwerten sein.