Nach der Insolvenz des Teleshopping-Senders Mediashop keimt neue Hoffnung auf. Eine heimische Investorengruppe bemüht sich aktuell intensiv um eine Übernahme des Unternehmens mit Sitz in Neunkirchen. Die Gespräche mit der Insolvenzverwaltung sind laut Branchenkreisen bereits weit fortgeschritten, ein möglicher Neustart rückt damit in greifbare Nähe – berichtet die APA.
Zumindest ein Teil der Arbeitsplätze könnte dabei gesichert werden. Geplant ist, vorerst rund 30 der ursprünglich 162 Beschäftigten zu übernehmen. In einem nächsten Schritt soll das Team wieder wachsen – allerdings nur, wenn sich das neue Konzept wirtschaftlich trägt. Für die Region wäre das ein wichtiges Signal, galt Mediashop doch über Jahre hinweg als großer Arbeitgeber.
Auch strategisch dürfte sich das Unternehmen deutlich verändern. Künftig will man sich nicht mehr auf zahlreiche internationale Märkte konzentrieren, sondern den Fokus klar auf Deutschland, Österreich und die Schweiz legen. Gleichzeitig soll die massive Präsenz im Fernsehen zurückgefahren werden. Statt auf bisher mehr als 170 Kanälen soll die Produktwerbung nur noch auf rund 30 Sendern laufen.
Ob der Rettungsversuch tatsächlich gelingt, dürfte sich schon bald entscheiden. In einer Aussendung heißt es dazu: "Die Entscheidung über einen Neustart von Mediashop wird zeitnah getroffen." Hinter den Kulissen wird damit bereits intensiv an einer Lösung gearbeitet.
Nach der Millionenpleite steht Mediashop nun an einem entscheidenden Punkt – gelingt die Rettung, oder folgt doch das endgültige Aus.