Schon wieder sorgt ein Fall von Grabschändung in Niederösterreich für Entsetzen. In Berndorf (Bezirk Baden, NÖ) kam es laut Polizei zwischen 6. und 9. April neuerlich zu Störungen der Totenruhe und schweren Beschädigungen auf einem Friedhof.
Dabei wurden insgesamt elf Gruften und drei Erdgräber verwüstet. Nach ersten Erkenntnissen hoben die Täter schwere Steinplatten mit einem Brecheisen oder einem ähnlichen Gegenstand an. "Diese Aktion ist erstmalig bei uns in Berndorf, es ist eine traurige Geschichte. Wir werden in der Stadt aber unsere Hausaufgaben machen und Maßnahmen überlegen. Dass Gräber aufgebrochen werden und die Totenruhe gestört wird, darf kein zweites Mal vorkommen", erzählt Berndorfs Bürgermeister Jürgen Schrönkhammer (SP) im "Heute"-Gespräch.
Für die Ermittler ist klar: Die Taten dürften vor allem in den Nachtstunden begangen worden sein. Genau deshalb bittet die Polizei jetzt erneut um Hinweise aus der Bevölkerung.
Gesucht werden vor allem Zeugen, die in den Nächten von 6. bis 9. April im Bereich von Friedhöfen in Niederösterreich, besonders aber beim Friedhof in Berndorf, verdächtige Personen oder ortsunübliche Fahrzeuge gesehen haben.
Auch Beobachtungen am Tag könnten für die Kripo wichtig sein. Die Polizei prüft nämlich auch, ob die Täter Gräber womöglich schon vorab ausgespäht haben. Wer also schon vor den Taten auffällige Personen oder Fahrzeuge vor oder in Friedhöfen bemerkt hat, soll sich melden.
Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle in Niederösterreich entgegen. Auch das Landeskriminalamt Niederösterreich ist unter 059 133 30-3333 erreichbar. Bei akuten verdächtigen Wahrnehmungen in oder vor Friedhöfen soll sofort der Notruf 133 gewählt werden.