Nach den schockierenden Gruft-Aufbrüchen am Friedhof in Korneuburg ist das Ausmaß der Verwüstung nun klarer: Insgesamt rund 40 Särge wurden beschädigt.
Die Polizei untersuchte mit Zustimmung der Besitzer zwölf der 13 gewaltsam geöffneten Gruften genauer. Dabei stellte sich heraus, dass die Täter teils sogar Skelette im Kopfbereich bewegten – offenbar auf der Suche nach Wertgegenständen wie Goldzähnen.
Die Taten dürften am 21. oder 22. März passiert sein. Die Ermittlungen laufen wegen Störung der Totenruhe und Einbruchsdiebstahls. Spuren wurden gesichert.
Hinweise auf verdächtige Beobachtungen nimmt weiterhin die Polizeiinspektion Korneuburg entgegen.
Erst im vergangenen Jahr war es u.a. in Weidling und Fels im Bezirk Tulln zu Grabschändungen gekommen – vermutlich waren auch heier Särge aufgeschnitten oder aufgebrochen worden, um nach Wertgegenständen zu suchen.
Jetzt ist offenbar wieder eine Tätergruppe aktiv: Erst war man von 13 Gruften am Korneuburger Friedhof ausgegangen, die von dem Vandalismus-Vorfall betroffen sind.
Stadtchef Christian Gepp zeigt sich betroffen, die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise