Ein Vandalen-Akt sorgt in Korneuburg für Entsetzen: Am Wochenende wurden am städtischen Friedhof insgesamt 13 Gruften gewaltsam geöffnet. Entdeckt wurde die Tat erst am heutigen Montagmorgen durch einen Besucher.
Die Spuren der Verwüstung sind deutlich: beschädigte Grabdeckel, abgerissene Griffe und Schleifspuren an den Grabstellen. Vieles deutet darauf hin, dass die Täter mit massiver Gewalt vorgingen. Wie hoch der Schaden ist, steht derzeit noch nicht fest.
Auch Bürgermeister Christian Gepp (VP) zeigt sich erschüttert: "Dass die Totenruhe auf unserem Friedhof auf diese Weise gestört wurde, ist für uns alle unbegreiflich. Ein solcher respektloser Umgang mit unseren Ruhestätten hat in Korneuburg keinen Platz und wir können ein solches Handeln in keiner Weise tolerieren".
Die Polizei hat Ermittlungen gegen Unbekannt aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer am Wochenende Verdächtiges im Bereich des Friedhofs beobachtet hat, soll sich bei der Polizeiinspektion Korneuburg (Tel.: +43 59133 3240-100) melden.
Die betroffenen Grabeigentümer wurden bereits informiert, der Friedhof bleibt für Besucher geöffnet.
Im vergangenen Jahr war es u.a. in Weidling und Fels im Bezirk Tulln zu Grabschändungen gekommen – vermutlich waren Särge aufgeschnitten oder aufgebrochen worden, um nach Wertgegenständen zu suchen.