Mit einer erfundenen Millionen-Geschichte sollen drei Frauen ihr Umfeld getäuscht haben – und dabei hohe Geldbeträge kassiert haben.
Im Zentrum steht eine 56-Jährige ohne aufrechten Wohnsitz in Österreich. Sie soll behauptet haben, ein Erbe von rund 700.000 Euro zu erwarten. Doch wegen eines laufenden Rechtsstreits sei das Geld noch nicht verfügbar.
Gemeinsam mit einer 61-Jährigen aus dem Bezirk Amstetten und einer 64-Jährigen aus dem Bezirk Melk soll sie diese Geschichte gezielt verbreitet haben – bei Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern. Unter dem Vorwand angeblicher Rechtskosten wurden Geldbeträge gefordert.
Den Opfern wurde versprochen, das Geld nach Auszahlung des Erbes zurückzuzahlen – teils sogar bis zur doppelten Höhe. Bis zum 26. Februar 2026 sollen so insgesamt 15 Personen um rund 188.000 Euro betrogen worden sein.
Am Donnerstag, dem 19. März 2026, wurden die 56-Jährige und die 61-Jährige in Amstetten festgenommen und in die Justizanstalt Krems eingeliefert. Die 64-Jährige wird an die Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.
Die Polizei geht davon aus, dass es weitere Geschädigte geben könnte: Betroffene werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion St. Georgen am Ybbsfelde unter 059133 3111 zu melden.