Seit dem Wochenende spitzt sich die Debatte um Gastpatienten weiter zu. Die Linie der VPNÖ ist klar: Es werde sicher nicht mehr Geld geben, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) im "Krone"-Interview.
Im letzten Finanzausgleich sei ganz klar geregelt, dass Niederösterreicher ein Recht haben, in Wien behandelt zu werden: "Dafür zahlen sie Steuern und dafür verzichtet Niederösterreich järhlich auf 500 Mio. Euro", so VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner.
Wiens zuständiger SP-Stadtrat hingegen polterte: "Wenn ich mir ihre Wortmeldungen anschaue, dann ist sie offensichtlich weiter auf dem Schnorrer-Tripp."
"Wir sehen hier eine beispiellose Entgleisung eines völlig überforderten Stadtrats", so Zauner Richtung Hacker. Dieser sei als "Geisterfahrer" unterwegs. "Es ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Herr Hacker zahlt Sozialhilfe-Empfängern 9.000 Euro, lässt gleichzeitig aber nö. Landsleute, die ins System einzahlen und Wien am Laufen halten, nicht behandeln und will sie als 'Schnorrer' abkanzeln."
In Niederösterreich häufen sich jedenfalls die Beschwerden beim Patientenanwalt über Nachreihungen in Spitälern wegen des Hauptwohnsitzes im "falschen" Bundesland. Die VPNÖ will ihre Gastpatienten-Kampagne fortsetzen. Am Montag ist ein landesweiter Aktionstag geplant.