Es wird angefangen zu bauen! Und nicht nur irgendwie, sondern: Arbeitslose helfen Wohnungslosen. In der Daniel Gran Straße 41 in St. Pölten (Bezirk St. Pölten, NÖ) startet ein essenzielles Sanierungsprojekt. Der Verein Wohnen und das Land Niederösterreich helfen zusammen.
Seit dem Jahr 2018 ist das Gebäude Eigentum vom Verein Wohnen – jetzt wird es einer Generalsanierung unterzogen. Das Land Niederösterreich erklärte ihre Unterstützung mittels Wohnbauförderung.
Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP), Landesrätin für Bildung, Soziales und Wohnbau, erklärt: "Der Verein Wohnen ist ein Lichtblick für Menschen in Wohnungsnot. Sie bietet Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind, nicht nur ein neues leistbares Zuhause, sondern auch gezielte Beratung und Begleitung. Mit diesem Projekt setzen wir gemeinsam einen weiteren wichtigen Schritt, um Menschen Stabilität und Sicherheit mit leistbarem Wohnraum zu geben."
Das Projekt beruht auf Gegenseitigkeit: Beim Umbau erhält man nämlich Unterstützung von der Gemeinnützigen Sanierungs- und Beschäftigungs GmbH (Gesa) – eine Tochtergesellschaft vom Verein Wohnen.
Junge Personen, die keine Lehre haben, werden vom AMS (Arbeitsmarktservice) vermittelt und erhalten dann eine Teilqualifizierung für unterschiedliche Handwerksjobs – das wird durch das Programm "Fit im Handwerk" bei der Gesa ermöglicht.
"Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Durch die Unterstützung im Rahmen der Wohnbauförderung können wir Menschen wirklich gut leistbaren Wohnraum in unseren Übergangswohnungen zur Verfügung stellen und ermöglichen somit eine raschere finanzielle Stabilisierung in Notsituationen. Gleichzeitig erhalten junge Menschen Chancen für den Arbeitsmarkt Erfahrungen zu sammeln und sich zu empfehlen", so Patricia Grünauer, Geschäftsführerin vom Verein Wohnen.
Das Wohnhaus liege in der Schutzzone von St. Pölten, die "historische Fassade" könne so komplett erhalten bleiben. Das Sanierungsziel sei, "modernen, leistbaren Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig den Charakter des Stadtbildes zu bewahren", heißt es.
Bei der Generalsanierung werde das Gebäude um einen dritten Stock ausgebaut. Dann sind es sechs Wohnungen, nicht mehr vier. Die Wohneinheiten werden einer Modernisierung, allgemeine Flächen einer Neugestaltung unterzogen.