Anstieg bei unter 14-Jährigen

Statistik zeigt: Immer mehr Kinder werden kriminell

Die Gesamtkriminalität in NÖ stieg etwas an, die Aufklärungsquote lag bei 54,6 %. Die Kinderkriminaliät schießt in die Höhe.
Erich Wessely
01.04.2026, 05:30
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Immer jüngere Täter, weniger Raubdelikte, mehr Sozialleistungs-Betrügereien: Die Details zur Kriminalstatistik 2025 in NÖ.

Gesamtkriminalität Die Zahl stieg um 0,7 % auf 76.838 Delikte (2024: 76.318). Die Aufklärungsquote lag zum 9. Mal infolge über der 50-Prozent-Marke (54,6 %). "Wir sind weiterhin in einem sehr sicheren Bundesland", betont NÖ-Polizeichef Franz Popp. "Das Ergebnis der kriminalpolizeilichen Anzeigestatistik ist ein klarer Beleg für die engagierte und professionelle Arbeit unserer Polizistinnen und Polizisten. Durch ihren täglichen Einsatz, ihre hohe Kompetenz und ihre Präsenz gelingt es, Sicherheit nachhaltig zu gewährleisten und das Vertrauen der Bevölkerung zu stärken. Ebenso leisten die Medien einen wichtigen Beitrag, indem sie die Arbeit der Polizei sachlich begleiten, informieren und damit Transparenz schaffen," erläutert der Landespolizeidirektor.

Kfz-Diebstähle Hier gibt es einen merkbaren Rückgang auf 322 Fälle (2024: 383). Auch die Zahl der Eigentumsdelikte (minus 4,9 %) und die Einbruchsdiebstähle (minus 4,1 %) gingen zurück.

Fünf Morde, weniger Raubdelikte

Gewaltkriminalität 11.128 Fälle wurden angezeigt (plus 2,3 %), in 62,7 % der Fälle bestand ein Bekanntschaftsverhältnis. Im Bereich der Gewalt in der Privatsphäre gab es letztes Jahr 2.806 Anzeigen (2024: 2.901 Fälle).

Morde Es gab 5 Delikte, die Opfer: 2 Männer, 3 Frauen.

Raub 2025 wurden 175 Fälle angezeigt, das ein Rückgang von 32,4 % zu 2024.

Internetkriminalität Diese stieg um 12,5 % auf 11.030 Fälle an, im Bereich Cybercrime sogar um 32,6 %. Gerade in diesem Bereich gebe es "wöchentlich neue Maschen und Trends", so Stefan Pfandler, Leiter des Landeskriminalamts NÖ.

Wirtschaftskriminalität Dieser Bereich stieg um 7,4 % auf 17.099 Delikte an. Die Zahl der Sozialleistungsbetrugs-Anzeigen stieg um satte 62,2 % auf 824 Fälle an.

Weniger Delikte bei unter 21-Jährigen, mehr bei unter 14-Jährigen

Kinderkriminalität Insgesamt sank bei den unter 21-Jährigen die Zahl der Tatverdächtigen von 10.717 auf 9.959. Starke Steigerungen gab es aber bei den unter 10-Jährigen (von 127 auf 166) und bei den 10- bis 14-Jährigen (1.402 auf 1.528).

Tatverdächtige Insgesamt konnten 50.993 Tatverdächtige ausgeforscht werden (2024: 51.015). Der Anteil von ausländischen Personen verringerte sich hier von 41,8 auf 40,8 Prozent. Die häufigsten Herkunftsländer waren Rumänien (3.117 Anzeigen), Slowakei (1.720), Ungarn (1.537), Serbien (1.470), Deutschland (1.322), Syrien (1.046), Türkei (1.039), Tschechien (942), Ukraine (904) und Polen (705).

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