In Niederösterreich treiben Grabschänder ihr Unwesen: Seit zumindest April 2025 dürften bislang unbekannte Täter auf mehreren Friedhöfen Gruften und Gräber geöffnet haben.
Laut "Heute"-Infos sind inzwischen seit April 2025 bereits sieben Bezirke (Klosterneuburg im Bezirk Tulln, Korneuburg, Krems, Bruck an der Leitha, Baden, Tulln und Mistelbach) mit zwölf Friedhöfen betroffen, zuletzt in der Gemeinde Ebreichsdorf und in Götzendorf in Bruck an der Leitha.
Nach Angaben der Polizei wurden Grabplatten verschoben, in die Ruhestätten eingedrungen und sogar Särge aufgeschnitten bzw. aufgebrochen. Dabei wurde die Totenruhe massiv gestört.
Besonders erschütternd: Bei einigen Leichen fehlten Zähne oder Teile des Kiefers waren herausgebrochen. Das deutet darauf hin, dass es die Täter auf mögliche Goldzähne abgesehen haben könnten. Ob tatsächlich etwas gestohlen wurde, ist jedoch unklar – Angehörige konnten dazu keine Angaben machen.
Laut Polizei dürften die Taten vor allem in den Nachtstunden passiert sein. Die betroffenen Gräber gehören dabei keiner bestimmten Gruppe oder Gemeinschaft an.
Jetzt bittet die Landespolizeidirektion Niederösterreich die Bevölkerung um Mithilfe: Wer in der Nähe von Friedhöfen verdächtige Personen oder ungewöhnliche Fahrzeuge beobachtet hat – egal ob nachts oder tagsüber – soll sich melden.
Hinweise werden bei jeder Polizeidienststelle oder beim Landeskriminalamt Niederösterreich unter 059 133 30-3333 entgegengenommen. In akuten Fällen soll sofort der Notruf 133 gewählt werden.