Am Landesgericht Wiener Neustadt beginnt am 28. April der Prozess des Jahres. Zwei Angeklagte sollen gemeinsam mit einem dritten Mann Anschläge im Namen des IS geplant haben. Einer davon hätte Wien erschüttern können, sie wollten ein Attentat auf dem Konzert von Taylor Swift verüben. Es zeigt, wie konkret die Terrorgefahr auch Österreich betrifft.
Laut Anklage planten die Männer Ende 2023 mehrere Terroranschläge gleichzeitig. Die Idee: Jeder sollte in einer anderen Stadt zuschlagen, in Mekka, Istanbul und Dubai. Während zwei der Angeklagten ihre Pläne letztlich nicht umsetzten, kam es in Saudi-Arabien zur Eskalation.
Am 11. März 2024 griff einer der Beteiligten in der Heiligen Moschee in Mekka mehrere Menschen mit einem Messer an. Ein Sicherheitsbeamter sowie weitere Personen wurden verletzt.
Besonders brisant: Beran A. (21) soll nach seiner Rückkehr nach Österreich bereits den nächsten Anschlag geplant haben, diesmal in Wien. Spätestens im Juli 2024 fasste er laut Anklage den Entschluss, beim geplanten Konzert von Taylor Swift im Ernst-Happel-Stadion zuzuschlagen.
Er soll sich dafür mit anderen IS-Mitgliedern vernetzt, über Waffen und Bomben gesprochen und versucht haben, illegal Ausrüstung zu besorgen. Auch einen Treueschwur auf den IS soll er mehrfach abgelegt haben.
Zur Tat kam es nicht: Am 7. August 2024 wurde sein Haus durchsucht, er wurde festgenommen. Die geplanten Konzerte wurden noch am selben Tag abgesagt.
Jetzt müssen sich die beiden Angeklagten vor Gericht verantworten. Ihnen drohen im Fall einer Verurteilung jeweils bis zu 20 Jahre Haft.
Die Verhandlung findet an vier Tagen bis zum 21. Mai statt.