Schock am Ostersonntag in Sooß (Bezirk Baden): Ein 47-Jähriger steht im Verdacht, seine 38-jährige Ehefrau getötet zu haben. Der Mann wurde festgenommen und sitzt in Wr. Neustadt in der Justizanstalt.
Die Frau war am frühen Sonntagabend blutüberströmt im Garten aufgefunden worden – laut Staatsanwaltschaft wies sie Stich- und Schussverletzungen sowie schwere Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich auf. Auch eine mögliche Tatwaffe, eine Neun-Millimeter-Pistole, wurde sichergestellt. Eine Obduktion wurde angeordnet.
Brisant: Der Verdächtige soll selbst am Sonntag die Polizei alarmiert haben. Zum Motiv wird noch ermittelt, allerdings dürfte es im Vorfeld immer wieder zu familiären Streitigkeiten gekommen sein – das gab der Verdächtige bei der Einvernahme der Polizei an.
Nach der Tat soll der Tatverdächtige erst versucht haben, die Spuren zu verwischen und einem unbekannten "Fremden" in die Schuhe zu wischen. Laut bisherigen Ermittlungen brachte er den leblosen Körper laut "Krone" aus dem Haus in den Garten und bedeckte ihn mit Grasschnitt.
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Das Konstrukt fiel aber in der Einvernahme der Polizei zusammen: Laut "Heute"-Infos soll der Tatverdächtige erst wirre Angaben gemacht haben, bevor er die Tat schließlich gestand.
Als ein mögliches Motiv führte an, dass es immer wieder "Streitigkeiten mit der Frau" gegeben habe. Der Verdächtige ist nicht einschlägig vorbestraft, im Kontext mit seiner Frau gab es keine Vorstrafen.
Die Tatwaffe, eine alte 9-Millimeter-Pistole habe er sich schon vor einiger Zeit von einer unbekannten Person in Wien gekauft, die Pistole besaß er illegal, sie wurde von den Beamten im Zuge einer Hausdurchsuchung sichergestellt. "Die U-Haft wurde am 6. April über den Tatverdächtigen verhängt", teilte Birgit Borns, Sprecherin des Landesgerichts Wr. Neustadt "Heute" mit. Diese gilt jetzt erst einmal bis 20. April.
Das Paar hat vier minderjährige Kinder, lebte in den letzten Jahren jedoch getrennt. Für den Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.