Der schaurige Fund ereignete sich am Ostermontag, dem 6. April, in einem Personenzug am Bahnhof Stockerau (Bezirk Korneuburg, NÖ). Ein 42-jähriger Mann wurde am Morgen regungslos in einer Zuggarnitur entdeckt. Trotz alarmierter Einsatzkräfte kam für den Mann jede Hilfe zu spät.
Laut "Kurier" war Fahrgästen aufgefallen, dass ein Mann regungslos im Zug saß und nicht mehr reagierte. Als er angesprochen wurde, blieb er starr. Bei einer Kontrolle zeigte sich, dass keine Atmung und kein Puls mehr vorhanden waren.
Wie die Staatsanwaltschaft Korneuburg auf "Heute"-Anfrage bekannt gibt, war es der Lokführer, der den Mann in der Zuggarnitur fand und die Rettungskräfte verständigte. Der Zug musste daraufhin geräumt werden.
Wie die ÖBB gegenüber "Heute" angeben, konnte trotz raschem Eintreffen der Rettung nur mehr der Tod des Mannes festgestellt werden. Auch Polizei und Kriminalpolizei waren am Bahnhof Stockerau im Einsatz, die Ermittlungen laufen.
Die Todesumstände sind nicht eindeutig, der Mann soll Suchtgift und Gegenstände für den Drogenmissbrauch bei sich getragen haben. Laut Staatsanwaltschaft Korneuburg handelte es sich dabei um einen 42-jährigen Mann aus dem Obdachlosenmilieu. Er soll eine Nadel-Einstichstelle am Arm gehabt haben.
"Eine Obduktion soll in den kommenden Tagen klären, ob der Mann infolge einer Suchtmittelintoxikation gestorben ist", so Staatsanwältin Gudrun Bischof. Derzeit bestehe Verdacht auf einen Tod durch eine Überdosis Suchtgift.
Laut "Kurier" mussten der Triebfahrzeugführer und der ÖBB-Einsatzleiter aufgrund der psychischen Belastung vom Dienst zurücktreten. Sie wurden von Kollegen abgelöst.