Heftige Szenen spielten sich am Donnerstagabend im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ab: Schauplatz war der Bahnhof Siegburg-Bonn. Gegen 20.30 Uhr kam es zum Alarm in einem ICE nach Frankfurt/Main-Hauptbahnhof.
Ganze 180 Fahrgäste mussten evakuiert werden, 12 Personen wurden verletzt. Die Polizei und Rettungskräfte standen im Großeinsatz. Auslöser war ein vermummter Mann, der in einem Waggon eine Softair-Granate zündete.
Wie die "Bild" berichtet, hatte der 20-jährige Deutsche auch ein Messer in einem Rucksack dabei und plante offenbar einen Anschlag. Durch seinen Böller erlitten jedenfalls 12 Personen leichte Verletzungen. Eine Person musste mit einem Knalltrauma ins Spital gebracht werden.
Schlimmeres dürfte wohl ein mutiger Fahrgast verhindert haben. Der Mann drängte den Tatverdächtigen in eine Zugtoilette und sperrte ihn dort ein, bis die Polizei kam. Im Anschluss konnte der 20-Jährige festgenommen werden.
Für die Fahrgäste war der Albtraum damit jedoch nicht vorbei. Da der Verdächtige von einem geplanten Anschlag und dem Töten von Menschen sprach, ging die Polizei auf Nummer sicher. Der Wagen 23 wurde auf Sprengstoff untersucht, auch die Konrad-Adenauer-Allee wurde gesperrt.
Einige Reisende konnten auf Ersatzbusse umsteigen, während auf andere eine lange Nacht wartete. Sie mussten ihr Gepäck im Zug zurücklassen, bis um Mitternacht endlich Entwarnung gegeben werden konnte.
Neben dem Böller und dem Messer fanden die Polizisten bei dem Verdächtigen noch eine weitere Stichwaffe und Rauchgranaten. Er befindet sich aktuell in Polizeigewahrsam.