Der schockierende Fall rund um einen Wiener Lokführer, der über Jahre hinweg Burschen missbraucht haben soll ("Heute" berichtete), geht in die nächste Phase: Die Polizei hat ihre Ermittlungen nun abgeschlossen, meldet der ORF.
Bereits seit Herbst 2025 sorgt der Fall für Aufsehen. Damals hatten sich nach ersten Berichten weitere mögliche Opfer gemeldet. Laut Ermittlern soll der Mann über fast zwei Jahrzehnte hinweg Minderjährige angesprochen und in den Führerstand gelockt haben. Dort soll es zu Übergriffen gekommen sein. Auch im Eisenbahnmuseum in Strasshof (NÖ) soll sich der Mann an den Buben vergangen haben.
Insgesamt geht die Staatsanwaltschaft derzeit von 15 Opfern aus. Zehn von ihnen werden aktuell von der Männerberatung Wien betreut. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch die Anzeige eines mittlerweile erwachsenen Betroffenen.
Wie auch "Heute" berichtete, stand der Verdächtige lange auf freiem Fuß. Die ÖBB reagierten erst später und leiteten ein Verfahren ein. Dieses ist inzwischen abgeschlossen: Der Mann wurde entlassen.
Die Wiener Polizei hat ihre Arbeit nun beendet, jetzt liegt der Ball bei der Staatsanwaltschaft. Diese prüft, welche konkreten Vorwürfe erhoben werden können. Aufgrund der teils lange zurückliegenden Taten ist auch entscheidend, welche Rechtslage damals galt.
Parallel dazu haben die ÖBB Konsequenzen gezogen. Man wolle klären, warum der Mann nicht früher gestoppt wurde. Zudem seien Präventionsmaßnahmen verschärft worden, meldet der ORF.