Der Iran-Krieg ist weit weg – an der Kassa, an der Zapfsäule und beim Buchen der nächsten Flugreise sind die Auswirkungen jedoch bereits schmerzhaft spürbar. Eine Auswertung der Entwicklung von Februar 2026 bis April 2026 durch "Heute" zeigt: Im Durchschnitt legten die Preise in Österreich zwar "nur" um 1,6 Prozent zu. Doch dieser Wert verschleiert, wie heftig die Kosten in einzelnen Bereichen tatsächlich nach oben geschossen sind.
Der größte Hammer trifft alle, die mit Heizöl heizen. Heizöl verteuerte sich laut Zahlen von Statistik Austria innerhalb weniger Wochen um 60,8 Prozent. Auch Autofahrer spüren den Schock längst. Diesel wurde innerhalb weniger Wochen um 36,4 Prozent teurer, Superbenzin um 18,0 Prozent. Mineralölprodukte insgesamt legten um 31,9 Prozent zu.
Bei Gas (Stand April!) ist die Teuerung mit einem Plus von "nur" 3,5 Prozent noch nicht angekommen. Fernwärme wurde sogar um 0,3 Prozent, Strom um 3,8 Prozent günstiger.
Richtig weh dürfte die Entwicklung alle jenen tun, die demnächst bzw. im Sommer wegfliegen wollen, jedoch noch nicht gebucht haben. Flugtickets ins Ausland verteuerten sich nämlich um 19,2 Prozent, bei Städteflügen ging es sogar um 39,6 Prozent nach oben.
Auch für Touren mit Ausflugsbussen musste man im April um 13,6 Prozent mehr hinblättern als noch im Februar. Buspauschalreisen ins Ausland zogen um 14,1 Prozent an.
Parallel wurden allerdings Flugpauschalreisen um 11,7 Prozent, Übernachtungen im Ausland sogar um 20,3 Prozent günstiger. Privatzimmer im Inland verbilligten sich um 6,7 Prozent, Aufenthalte in Ferienwohnungen um 5,5 Prozent.
Auch beim Essen gibt es Ausschläge. Die Kosten für Nahrungsmittel stiegen zwar nur um 0,4 Prozent. Doch einzelne Produkte legten stark zu. Orangen wurden um 19,6 Prozent teurer, Mandarinen um 15,1 Prozent, Zitronen um 7,2 Prozent. Zitrusfrüchte allgemein verteuerten sich um 13,9 Prozent. Auch Zucker- und Honigmelonen schossen um 19,7 Prozent nach oben.
Bei Fisch zeigt sich ein ähnliches Bild. Fische und Meeresfrüchte wurden um 3,1 Prozent teurer, frischer oder tiefgekühlter Fisch um 5,1 Prozent. Dorschfilet legte um 10,3 Prozent zu, Fischstäbchen um 6,2 Prozent.
Bei solchen Produkten spielen Lieferwege, Kühlketten und Transportkosten eine große Rolle. Ein direkter Kriegseffekt lässt sich bei jedem einzelnen Produkt nicht beweisen – aber der Zusammenhang mit teurer Energie und teurem Transport ist naheliegend.