Die nächste Teuerungswelle trifft dich direkt im Alltag. Diese neue Auswertung zeigt, was wir alle längst spüren: Im März sind die Energiepreise im Vergleich zum Februar um satte 9,1 Prozent gestiegen, diese neuen Zahlen veröffentlichte jetzt die Österreichische Energieagentur. Hauptgrund ist der Iran-Krieg, der die Märkte massiv unter Druck setzt.
Vor allem an der Zapfsäule spürst du das deutlich. Superbenzin wurde im Monatsvergleich um 14,8 Prozent teurer, Diesel sogar um 23,9 Prozent. Noch heftiger ist der Anstieg beim Heizöl: Hier kletterten die Preise um 42,8 Prozent nach oben.
Die Ursachen liegen weit weg, wirken aber direkt bei uns. Angriffe auf Energie-Infrastruktur im Persischen Golf sowie Probleme beim Schiffsverkehr sorgen für Unsicherheit. Besonders kritisch ist die Lage rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für Öl und Gas weltweit.
Die Folge: Rohöl und Erdgas werden teurer - und das kommt rasch bei den Endkunden an. Für viele Haushalte und Betriebe bedeutet das bereits jetzt spürbare Mehrkosten.
Und es könnte noch schlimmer kommen. Mineralölprodukte stecken in vielen Produkten und Dienstleistungen. Experten gehen daher davon aus, dass auch andere Preise bald nachziehen könnten.
Eine rasche Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Selbst wenn sich die Lage im Nahen Osten beruhigt, würden sich Produktion und Lieferketten nur langsam erholen.
Die Internationale Energieagentur rät deshalb zu konkreten Maßnahmen: spritsparend fahren, öfter Öffis nutzen und unnötige Fahrten vermeiden. Auch die EU arbeitet an Entlastungen und will stärker auf Strom statt fossile Energie setzen.
"Solange fossile Importe einen Großteil unseres Energieverbrauchs decken, bleiben wir anfällig für Entwicklungen, auf die wir keinen Einfluss haben. Der Weg zu mehr Unabhängigkeit führt über noch mehr erneuerbare Erzeugung im Inland, die konsequente Elektrifizierung über alle Sektoren hinweg und mehr Effizienz. Zugleich weist die Empfehlung der Internationalen Energieagentur, den Verbrauch fossiler Energieträger zu senken, in die richtige Richtung, denn das entlastet unmittelbar", sagt Franz Angerer, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.
Etwas Entspannung gibt es beim Strom: Die Preise sind im März leicht gesunken und liegen auch unter dem Vorjahresniveau. Auch Fernwärme blieb relativ stabil. Gas hingegen wurde wieder teurer.