Am Montag hatte die Landwirtschaft Alarm geschrien: Durch die anhaltende Dürre seien für die Bauern heuer bereits Schäden in Höhe von einer Milliarde Euro entstanden. Jetzt wird an einem Hilfspaket gearbeitet. Wobei SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer bereits klargestellt hat: Frisches Geld wird es dafür nicht geben.
Am Dienstag lassen die Grünen aufhorchen. Die Kosten des Nicht-Handelns der Regierung und das Festhalten an fossilen Strukturen seien bereits heute beträchtlich und könnten weiter steigen.
So werden die entsprechenden jährlichen Kosten für Österreich bereits für das Jahr 2030 mit gut zehn Milliarden Euro geschätzt. Für 2050 ist sogar ein Anstieg auf sagenhafte rund 20 Milliarden Euro jährlich prognostiziert. In diese Berechnungen würden unter anderem Wertschöpfungsverluste durch fossile Energieimporte, klimaschädliche Förderungen, wetter- und klimabedingte Schäden sowie Kosten für die Anpassung an den Klimawandel einfließen.
"Schätzungen sagen uns für heuer bereits Klimakrisenkosten von über zwei Milliarden Euro vorher. Wenn unsere Kinder erwachsen sind, werden bereits 20 Milliarden Euro jährlich an Klimakosten fällig. Für Strafzahlungen, und um die Zerstörungen in der Heimat durch Unwetter wieder zu reparieren. Für gestiegene Kosten im Gesundheitssystem als Folge der unerträglichen Hitzewellen. Für Ernteausfälle. Das ist die unweigerliche Konsequenz der Kürzungen beim Klima und des Nichthandelns dieser Regierung. Das ist hochgradig ungerecht", warnt der grüne Budgetsprecher Jakob Schwarz.
20 Milliarden Euro pro Jahr seien eine Größenordnung, die für Österreich wirklich schwerwiegend ist, so der Grüne. Er bringt einen Vergleich: Für Bildung gibt der Staat heuer knapp 13 Milliarden Euro aus.
Die Belastungen durch die Klimakrise würden auf unterschiedlichen Ebenen entstehen, sagt Schwarz. Dazu zählten unter anderem klimabedingte Schäden wie Hochwasser oder eben Dürre, aber auch Kosten im Bereich Schutzmaßnahmen, Infrastruktur und Vorsorge, Gesundheitskosten durch Hitze und Luftverschmutzung, sowie der Verlust von Wertschöpfung durch den Import fossiler Energieträger.
Die düstere Prognose des Grün-Politikers: "Je stärker sich die Klimafolgen verschärfen und je länger fossile Abhängigkeiten bestehen bleiben, desto größer können die Belastungen für Staat, Wirtschaft und Haushalte werden."