Die Stadtgemeinde Traun (rund 25.000 Einwohner) im Bezirk Linz-Land hat erst dieser Tage auf Facebook gewarnt: "Unsere Wasserversorgung ist aufgrund der Hitzewelle am Limit." Die nicht enden wollende Hitze und hoher Verbrauch hätten das System zunehmend an seine Grenzen gebracht.
Mehr als 7.300 Kubikmeter Trinkwasser seien täglich verbraucht worden. Das war deutlich mehr als bei den bisherigen Sommerspitzen von rund 6.000 Kubikmetern, hieß es. Die Stadt kritisierte, dass ihre wiederholten Spar-Appelle "vielfach nicht ausreichend beachtet" worden seien.
Jetzt kommt auch von woanders ein Hilferuf: "Das Wasser wird knapp, jeder Tropfen zählt", macht der Alpenverein auf die anhaltende Dürre und ihre schlimmen Folgen aufmerksam. Die Quelle, die etwa das Mittereckerstüberl in Ebensee (Bez. Gmunden) nützt, sei völlig versiegt, so Pächterin Karin Braun zur "Krone". "Es tröpfelt nur mehr."
Seit Ende Juli dürfen sich Wanderer wegen der Knappheit ihre Trinkflaschen bei der Hütte nicht mehr kostenlos befüllen. Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, transportiert die Wirtin Wasser in Flaschen über die Zufahrtsstraße. "Pro Tag brauchen wir durchschnittlich 300 Liter."
Seit rund einem Monat hat das Personal außerdem keine Duschmöglichkeit mehr. "Wir gehen in den Bach, um uns zu waschen. Der hat 13 Grad, da ist man munter", sagt Braun.
„Wir gehen in den Bach, um uns zu waschen. Der hat 13 Grad, da ist man munter.“Karin BraunHüttenwirtin
Auch im 1.884 Meter hoch gelegenen Wiesberghaus in Hallstatt im selben Bezirk kämpft man mit der Trockenheit. In 80 Kubikmeter fassenden Tanks wird dort Regenwasser zur Versorgung gesammelt.
"Anfang August hatten wir nur mehr 15 Kubikmeter", berichtet Pächterin Teresa Schilcher. Durchschnittlich ein Kubikmeter gehe täglich für Händewaschen, Kochen oder den Abwasch drauf. "Vor rund zwei Wochen mussten wir wegen Wassermangel die Duschen abdrehen. Für Gäste steht aber eine Outdoor-Dusche zur Verfügung."
Da die Hütte nicht mit dem Auto erreichbar ist, kann Wasser nur per Materialseilbahn gebracht werden. "Die trägt aber nur 250 Kilo. Damit komme ich gerade über das Frühstück", erklärt Schilcher. Ein Hubschrauber-Transport rechne sich nicht. Was wäre, wenn das Wasser ausgeht? "Wenn es aus ist, ist es aus. Dann müssten wir schließen, bis es wieder regnet."