"Heute"-Lokalaugenschein in Greifenstein (Niederösterreich): Im Hintergrund wacht die Burg über die Landschaft. Sonst erleben wir gespenstische Szenen: Dort, wo einst Wasser in Überfluss floss, ist jetzt nackte, trockene Erde. Sie ist von Rissen durchsetzt, vereinzelt liegen Muscheln am freigelegten Grund.
Es ist wie auf einem Filmset: Am Rand des Donau-Altarms stehen riesige Boote gestrandet. Ein Frachtschiff – es ist wie die anderen Boote vor Ort schon lange nicht mehr in Betrieb, dennoch wird es häufig von ein wenig Wasser umgeben – liegt etwa 20 Meter von der Wasserlinie entfernt. Noch weht eine österreichische Fahne an Deck, sonst bewegt sich hier nichts. Gleich daneben ist auch die MS Marbach auf Grund gelaufen. Dahinter liegen noch weitere Boote.
Der nächste traurige Anblick: Die "African Queen", ein sonst schwimmendes Lokal, liegt nur zur Hälfte im – seichten – Wasser. Rundherum liegen die Badetreppen, eigentlich als Einstieg in das Wasser gedacht, viele Meter entfernt vom kühlenden Nass entfernt.
Am Ufer gegenüber steckt ein Holzsteg in der Erde. In "normalen" Sommern köpfeln hier wohl Kinder gerne ins Wasser. Jetzt könnte man hier Sandburgen bauen, sonst nichts.
So traurig es ist, das ist nicht der am schlimmsten betroffene Ort des Landes. Bei Wilhering (Oberösterreich) etwa, ist das Wasser der Donau nur mehr 2,34 Meter tief – an der tiefsten Stelle.
Mehrere Bundesländer melden komplett trockene Flüsse. Tausende Fische sind dort verendet. Der hydrografische Dienst meldet Dutzende Problemzonen in ganz Österreich.
Österreich stöhnt weiter unter der Gluthitze. Täglich fallen die Rekorde. Aktueller Stand 41 Grad! Aufgestellt am Dienstag um 15.10 Uhr in Wien-Stammersdorf. Eine Besserung können uns die Meteorologen nicht bieten. Nennenswerte Regenfälle sind in den kommenden Tagen nicht zu sehen.