Das Bachbett im Mühlviertel liegt über weite Strecken völlig trocken: Aktuelle Aufnahmen zeigen ein erschreckendes Bild. Statt eines durchgehenden Wasserlaufs ziehen sich helle Kies- und Schlammbänke durch die Gusen. Nass ist vielerorts kaum noch zu sehen.
Nur in wenigen flachen Tümpeln hält sich noch etwas davon. Dort drängen sich zahlreiche Fische. Ein Entkommen in tiefere und kühlere Bereiche ist nicht mehr möglich.
Die anhaltende Hitze und der fehlende Niederschlag haben den Wasserstand im Gemeindegebiet von Langenstein (Bez. Perg) drastisch sinken lassen. Für die eingeschlossenen Tiere spitzt sich die Lage weiter zu.
Denn die Sonne heizt die verbliebenen Wasserstellen stark auf. Gleichzeitig sinkt der Sauerstoffgehalt. Für die Fische werden die letzten Rückzugsorte damit zunehmend zur Gefahr. Die Trockenheit trifft aber nicht nur die Fische. Auch andere Wasserlebewesen verlieren mit jedem weiteren trockenen Abschnitt ihren Lebensraum.
Die Gusen reiht sich damit in eine traurige und dramatische Serie ausgetrockneter Flüsse und Bäche in Oberösterreich ein. Ende Juni fiel ein rund fünf Kilometer langer Abschnitt der Mattig zwischen Schalchen und Helpfau-Uttendorf trocken. Tonnenweise Fische verendeten dort. Im Salzkammergut verschwanden zuletzt wie berichtet auch der Offenseebach bei Ebensee und der Rindbach über weite Strecken vollständig.
Statt Wasser waren nur noch helle Felsen und Schotter zu sehen. Auch am Langbathbach wurde die Lage dramatisch. Bei einer bewilligten Notabfischung bargen Helfer 722 Bachforellen, Koppen und Elritzen aus den letzten Tümpeln. Die Tiere wurden anschließend in den Langbathsee gebracht